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Der Sekundenschlaf und Bundaberg
Feb 10th, 2010 by DieDiplomandin

Ein verhängnisvoller Sekundenschlaf

20100213_Coolum 035 Ich setzte mich in mein Auto, regelte die Klimaanlage hoch und fuhr los. Im Informationscenter von Bowen erkundigte ich mich nach dem Ort St.Lawrence und sonstigen Möglichkeiten am Meer. Die Mitarbeiterin des Info-Centers war nicht besonders angetan, als ich sie nach dem besagten Campingplatz dort befragte. Sie meinte, das wäre ein kostenfreier Campingplatz und es gäbe dort Sandflies. Das Wort “Sandflies”  wird hier zu Lande, glaube ich, immer dann eingesetzt, wenn man jemanden von etwas absolut abhalten möchte. Wobei die Australier sonst fest der Meinung sind, dass es in Australien keine Sandflies gäbe, nur in Neuseeland. Und die Neuseeländer der Nordinsel meinen wiederum, es gäbe nur auf der Südinsel Neuseelands Sandflies. Andererseits bewirkt dieses Wort bei mir auch immer genau das: nämlich, dass mir die Lust vergeht, mich solchen Orten auch nur zu nähern. Ich wollte es nicht einmal ausprobieren. Die unangenehme Schwüle und dann womöglich auch noch Sandflies – nein danke. Sie meinte dagegen: Bundaberg is very nice. Dort wäre sie oft als Kind gewesen. Irgendwie glaubte ich ihr und ersetzte das Ziel “St.Lawrence” in meinem Navi durch das neue Ziel “Bundaberg”. Während der Fahrt überlegte ich: Die Frau war mit Sicherheit schon Anfang 60. Wie viel sich seit ihrer Kindheit in Bundaberg wohl verändert haben mag. Vielleicht ist Bundaberg jetzt zum Ballermann-Ort  mutiert.

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Townsville
Feb 9th, 2010 by DieDiplomandin

Der Weg ist mal wieder das Ziel

20100213_Coolum 026 20100213_Coolum 029 Mein Plan war mehr oder weniger der, auf dem schnellsten Weg ans Meer, weg von der Einöde und dem Regenwald, zu kommen. Daher wählte ich mir als grobe Richtung den nahe am Meer gelegenen Ort Rockhampton. Die Fahrt war, wie seit einigen Tagen, ätzend langweilig. Allerdings änderte sich mit Eintritt in den Bundesstaat Queensland relativ schnell das Landschaftsbild. Es wurde grüner, steiniger,also eher grauer und die Luftfeuchtigkeit stieg an. Die Fahrt war nicht mehr so einsam, denn es waren mehr Autos unterwegs. Man grüßte sich auch nicht mehr, wie während der letzten 3000 Kilometer durch das Desert. Die Umgebung zeigte jetzt Felder und Weiden, viele Rinder von weiß bis schwarz. Allmählich kamen ich durch bergiges Gebiet, teilweise mit Wäldern. So nah beieinander und doch so verschieden sind die Landstriche in Australien.

 

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One night in Tennent Creek
Feb 8th, 2010 by DieDiplomandin

Smalltalk im Foodmarket

20100207_TennentCreek 031 Nachdem ich mehrere Fliegen unterwegs killen musste, um in Ruhe weiterfahren zu können, hielt ich unterwegs nicht mehr an, geschweige denn öffnete ich meine Fahrertür. Ich kann mich an diese Mücken einfach nicht gewöhnen. Wie gut, dass ich genügend getankt hatte. Aber so war die Fahrt auch recht langweilig. Tennent Creek war mein Ziel und der Plan war der, dort zu übernachten. Laut Lonely Planet sollte es da ein nettes Backpacker, die “Safari Lodge”, mit dem besten Preis/Leistungsverhältnis im Ort geben. Als ich dort ankam, fühlte ich mich ein bissel, wie in einem Western. Gähnende Leere auf der einzigen Straße mit den Läden, die teilweise aussehen, wie Saloon-Eingänge. Die Hitze zeichnet ein Flattern auf der Straße ab, ein paar Aborigines hängen an der Ecke rum. Tennent Creek ist laut Beschreibung einer der größeren Orte hier im Desert. Aber in real sieht das eher aus, wie eine Geisterstadt, mitten am Tag, nachmittags um vier. Mein Navi lenkt mich zu dem Backpacker, an dem außen was von Motel steht. Drinnen eine Frau mittleren Alters mit kurzen, dunklen Haaren und Brille. Die Rezeption sieht recht altmodisch, aber dennoch geordnet und sauber aus. Ich frage, ob ich hier richtig bin, in dem Backpacker aus meinem Reiseführer. Sie meint, das war mal. Bis vor 2,5 Jahren. Heute sind sie ein reines Motel. Aha- denke ich mir. Also aufgestiegen.

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One night in Tennent Creek
Feb 8th, 2010 by DieDiplomandin

Smalltalk im Foodmarket

20100207_TennentCreek 031 Nachdem ich mehrere Fliegen unterwegs killen musste, um in Ruhe weiterfahren zu können, hielt ich unterwegs nicht mehr an, geschweige denn öffnete ich meine Fahrertür. Ich kann mich an diese Mücken einfach nicht gewöhnen. Wie gut, dass ich genügend getankt hatte. Aber so war die Fahrt auch recht langweilig. Tennent Creek war mein Ziel und der Plan war der, dort zu übernachten. Laut Lonely Planet sollte es da ein nettes Backpacker, die “Safari Lodge”, mit dem besten Preis/Leistungsverhältnis im Ort geben. Als ich dort ankam, fühlte ich mich ein bissel, wie in einem Western. Gähnende Leere auf der einzigen Straße mit den Läden, die teilweise aussehen, wie Saloon-Eingänge. Die Hitze zeichnet ein Flattern auf der Straße ab, ein paar Aborigines hängen an der Ecke rum. Tennent Creek ist laut Beschreibung einer der größeren Orte hier im Desert. Aber in real sieht das eher aus, wie eine Geisterstadt, mitten am Tag, nachmittags um vier. Mein Navi lenkt mich zu dem Backpacker, an dem außen was von Motel steht. Drinnen eine Frau mittleren Alters mit kurzen, dunklen Haaren und Brille. Die Rezeption sieht recht altmodisch, aber dennoch geordnet und sauber aus. Ich frage, ob ich hier richtig bin, in dem Backpacker aus meinem Reiseführer. Sie meint, das war mal. Bis vor 2,5 Jahren. Heute sind sie ein reines Motel. Aha- denke ich mir. Also aufgestiegen.

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Tennent Creek
Feb 8th, 2010 by DieDiplomandin

Kaiser Rolls

20100207_TennentCreek 001 Anstelle schlabbriger Brötchen kaufe ich mir hier zuweilen Baguette, sofern diese angeboten werden. Die schlabbrigen, hellen Brötchen, genauso wie das Sandwich-Brot sind nicht mein Fall. Aber gestern habe ich bei meinem letzten Einkauf im Coles in Alice Springs, mitten im Dessert, frische Brötchen entdeckt, die aus Karlsruhe hätten sein können. J, edenfalls von der Bezeichnung und vom Aussehen her: Fresh Crusty Kaiser Rolls. Die Konsistenz der Brötchen war enorm gut, da sie eher vollmundig, als knusprig und luftig waren. Natürlich mag ich solche Brötchen lieber zum Frühstück, wenn sie wie bei uns sind, aber als Proviant für unterwegs war diese Version ideal. Belegt mit Schinken und Tomatenscheiben direkt mal lecker, so während der Fahrt.

Ist jetzt nicht so tierisch wichtig, aber man freut sich eben, wenn man zwischendurch mal wieder ein wenig Heimat-Feeling hat. Und sei es einfach in Form von Brötchen-Bezeichnungen. So bestand mein Frühstück heute ausnahmsweise mal nicht aus Cornflakes, sondern eben aus zwei halben Schinkenbrötchen mit Tomatenscheiben. Danach packen, auschecken und mit den Blogartikeln in den MC, die Artikel uploaden, weiter zur Tankstelle, voll getankt, dann Luft, Wasser, Öl gecheckt und dann: ab auf den Stuart-Highway.

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Ayers Rock Teil III/III
Feb 5th, 2010 by DieDiplomandin

Uluru

Mala Puta und die Kräuterküche

20100205_AyersRock 103Vom Kulturzentrum ging es dann weiter zum Uluru, dem Ayers Rock. Der Rundgang um den Uluru, was man übrigens wie Uh-la-Ruh ausspricht, wird von den Aborigines in vier Teilstrecken aufgeteilt, wie auf dem Foto zu sehen ist. Jede Teilstrecke hat eine andere religiöse Bedeutung für die Aborigines-Männer und -Frauen. Einer der beiden Guides ging mit uns einen Teil des Mala-Walks, dem für die Aborigines-Frauen heiligen Walk. Er erklärte uns dabei Pflanzen, die die Aborigines-Frauen teilweise zum Würzen und teilweise als Medizin einsetzen. Der Felsüberhang, eine halbe Höhle, wurde (oder wird noch) als “Küche” verwendet. An einigen Stellen konnte man die abgeriebenen Flächen erkennen, auf denen Körner zermahlen wurden. In kleineren Felskuhlen, in dem herabhängenden Fels, wurden die Gewürze und Pflanzen aufbewahrt.

Es war auf diesem Walk bereits extrem heiß. Wahrscheinlich so um die 42 Grad und die Mücken nervten zunehmend. Richtig übel war, wenn eine Mücke den Weg unter das Moskitonetz gefunden hatte. So hatte ich dann auch zweimal eine Mücke im Auge und ein paar Mal im Ohr sitzen. Das ist vielleicht mal unangenehm. In der Höhle war es zwar schattig, aber nicht unbedingt kühl. Daher war es gut, dass der Bus uns parallel folgte und bereits nach knapp einem Kilometer schon wieder einsammelte.

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Ayers Rock Teil II/III
Feb 5th, 2010 by DieDiplomandin

Kata Tjuta, the Olgas und der Walpa Gorge Walk

20100205_AyersRock 096Gegen Mittag erreichten wir dann den Nationalpark, an dessen Eingang jeder seine persönliche Eintrittskarte erhielt, die übrigens derzeit 25.-AUD pro Person kostet und 3 Tage gültig ist. Am Eingang zeigte ein Schild an, dass heute alle Climbs, also Bergbesteigungen, aufgrund der großen Hitze gesperrt waren, so dass man sich nur mit den Wanderwegen auf der Ebene begnügen konnte.

Danach gings direkt weiter zu den Olgas, 7 Steinmassive, von denen jeder seinen eigenen Namen hat, die ich mir aber nicht gemerkt hab. Die Olgas beziehungsweise Kata Tjuta ist ein für Anangu-Männer heiliges Massiv. Die Aborigines haben unterschiedliche (Religions-)Regeln für Männer und Frauen, und entsprechend unterschiedliche heilige Orte für beide Geschlechter. Für unseren ersten Walk gab es die Gelegenheit den Walpa Gorge Walk, einem 2,5 Kilometer langen Weg, zu beschreiten. Man bedenke: es waren 39 Grad im Schatten und obwohl “Walpa” übersetzt “Wind” heißt, wehte auch hier nur schwach der Wind. Der Weg war daher sehr anstrengend, war aber dennoch interessant.

 

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Ayers Rock Teil I/III
Feb 5th, 2010 by DieDiplomandin

Anfahrt

Um 5 Uhr klingelte pünktlich der Aufweckservice am Telefon an. Aber als ich danach auf meine Armbanduhr sah, bekam ich erst mal einen Schreck, denn die zeigte 10 nach sechs an. Ein Anruf bei der Rezeption bestätigte jedoch, dass meine Uhr stehengeblieben war. Seit wie vielen Tagen, weiß ich nicht mal. Aber die Uhrzeit kam mir so bekannt vor. Obwohl es erst fünf war, war ich doch ganz gut ausgeschlafen. Mein Frühstück bestand wieder aus Cornflakes und Kaffee. Danach sprühte ich mich mit “Bushman plus” ein und packte alles restliche zusammen. Etwas fehlt noch auf dem linken Foto mit den Utensilien. Das habe ich aber auch erst später festgestellt. Danach wartete ich ca. 5 Minuten an der Rezeption und schon kam EMU-Tours angerollt. Es war ein großer Reisebus mit einer kräftigen Klimaanlage. Beim Einsteigen erhielt ich gleich mein Frühstückspäckchen in die Hand. Nachdem wir noch die restlichen Passagiere von ihren Hotels und Backpackers sowie Straßenkreuzungen eingesammelt hatten, ging es endlich los, zum Ayers Rock.

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Alice Springs und mehr
Feb 4th, 2010 by DieDiplomandin

Alice Springs

Alice Springs ist eine relative kleine Stadt, wenn man bedenkt, was alles von hier aus abgeht. Es gibt ein Informationscenter, einen Flughafen, ein Hospital mit verschiedenen anderen medizinischen Versorgungszentren, ein paar Shopping Center, die meiner Meinung nach nicht zu vergleichen sind mit den Einkaufscentern in anderen Städten. Aber dafür, dass man hier mitten im Desert ist, bieten sie doch eine breite Auswahl. Daneben gibt es eine Einkaufsstraße, die “Todd Mall” oder einfach nur die Mall genannt, die viele Souvenirläden bietet und ein paar Galerien.

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Es gibt ein paar Parks, eine Library, einen MC, einen Hungry Jack und ein KFC, mehrere Tankstellen, einen Woolworth und ein Coles. Es gibt sehr viele Hotels, Motels und Backpackers, sowie eine schöne Jugendherberge mit einem super schattigen Dorm-Room. Und es gibt massig Ausflugsanbieter.  Zu den Hotels muss ich noch sagen, dass man nur sehr wenige davon online buchen kann. Das liegt vielleicht auch daran, dass sie nicht unbedingt dem internationalen Standard entsprechen. Besser ist es daher direkt hierher zu fahren und vor Ort sich die Zimmer zuerst anzuschauen und dann zu buchen. Oder man greift eben tief in die Tasche und kann davon ausgehen, dass man ein akzeptables Zimmer bekommt. Wenn ich in dem ChiFleys, Alice Springs Resort, nicht eingecheckt hätte, wäre für mich die beste Alternative auf jeden Fall ein Bett im Dorm der YHA gewesen. Das Nachtleben bietet ein Casino, in der Nähe des Crown Plaza Hotels, mit einem Club daneben, in der Stadt gibt es noch diverse Clubs, die ich allerdings nicht besucht habe.

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Von Coober Pedy nach Alice Springs
Feb 3rd, 2010 by DieDiplomandin

Zwei Betthupferl in Coober Pedy

20100202_CooberPedy 093 Vor Begeisterung von dieser ungewöhnlichen Herberge wußte ich nicht mehr was ich zuerst tun sollte. Sollte ich zuerst duschen, zuerst essen oder zuerst noch einkaufen. Zuletzt ging ich genau in dieser Reihenfolge vor, nur umgekehrt. Ich wollte sowieso nur frisches Brot, möglichst Baguette, da ich noch die “Aussie-Dips”, 4 Fertigdipps mit Paprika-, Hummus-, Tzatziki- und Onion-Dipp hatte. Das musste unbedingt weg, da es nur im Kühlschrank wirklich lange haltbar war und je weiter ich ins Landesinnere fuhr, umso wärmer wurde es. Also brauchte ich Brot. Ansonsten stand die Überlegung im Raum, wie es mit ein wenig Whiskey für die vielen Cokes wäre. Zufälligerweise war neben dem Supermarkt (es gibt zwei in Coober Pedy) auch ein Liquer-Shop. Man kann hier Alkoholika nur in separaten Liquer-Shops kaufen. Dort gab es eine große Auswahl, nicht nur an Whiskey-Sorten. Read the rest of this entry »

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