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Berliner Impressionen 2010
Mai 31st, 2010 by DieDiplomandin

Kreuzberg und die Marheinecke Markthalle

Berlin_Loft_Oderbergerstraße 010 Einen Stadtteil, in dem ich einmal übernachtet habe, ist Kreuzberg. Damals, vor etwa 14 Jahren, war ich zu einer Hochzeit eingeladen. Die Geschichte der beiden Brauleute war lustig, da das Paar bereits verheiratet war. Und zwar schon sieben Jahre lang. Damals bekamen die beiden recht schnell Nachwuchs und da “er” unbedingt noch die Welt kennenlernen wollte, trennten sich ihre Wege kurz nach Hochzeit und Geburt des gemeinsamen Kindes. Immer wieder kam er zurück zu ihr, doch er blieb nie lang. “Er” war mit seiner a-cappella-Band viel unterwegs und brauchte sieben lange Jahre, um zur Ruhe zu kommen. Um ihren Neuanfang schließlich zu manifestieren, entschlossen sie sich zu einer kirchlichen Trauung mit einem rauschenden Fest. Ich studierte damals in Passau an der Uni und begnügte mich mit einer Matratze in deren Kreuzberger Altbauwohnung.  Am nächsten Tag nahm mich der neu-gebackene Ehemann mit in die nahe gelegene Marheinecke Markthalle, die damals noch einem türkischen Bazar glich. Die Markthalle gibt es schon seit 1892. Was mich sehr beeindruckte, waren die vielen orientalischen Lebensmittel, die in chaotischen durcheinander angepriesen wurden. Ich fand das alles ziemlich inspirierend und das Synonym von “little Istanbul” für Kreuzberg prägte sich damals bei mir ein.


Shoppen in der Bergmannstraße und übernachten in der Ritterstraße

Jetzt war ich nach all den Jahren wieder in der Gegend und entdeckte zufällig die Markthalle wieder. Von außen noch dieselbe, von innen komplett saniert und wohl geordnet. Das Flair im Innern ist leider verschwunden, aber die Waren sind immer noch dieselben und um Bio-Waren bereichert. Die Bergmannstraße hat aber noch mehr tolle Shops, wo ich am liebsten in jeden hineingestolpert wäre. Aber die Zeit war knapp und wir wollten noch vieles in Berlin entdecken.

Berlin_Loft 004Berlin_Loft_Oderbergerstraße 006 Übernachtet habe ich dieses Mal in einer stillgelegten Fabrik, in einem Mini Loft mit Galerie, auf der ich super geschlafen habe. Die Lofts kann man bei der ima mieten. Neben einer Galerie gab es auch eine komplett ausgestattete Küche und eine schicke Sofaecke. Die Preise sind echt ok und nicht so überzogen, wie bei manchen Hostels oder Hotels. Außerdem wird nicht täglich das Zimmer gereinigt. Es gibt nur einen wöchentlichen Wäschewechsel, was meiner Meinung nach völlig reicht. Am einfachsten erreicht man die location mit der U-Bahn, Haltestelle Moritzplatz aussteigen, an der Aral Tankstelle links abbiegen und dann sind es noch ein paar Meter. Man kann sich dort auch Fahrräder ausleihen.

Im Design Village ist auch das Studio von “Berlin Fucking City”, wo zu dem Zeitpunkt gerade Sido interviewt wurde. Außerdem gibt es noch ein nettes Cafe dort und ein paar Werkstätten und Büros. Wirklich ne geile location.

Prenzlauer Berg – Oderberger Straße, Arkonaplatz und Kastanienallee

Berlin_Loft_Oderbergerstraße 036

Berlin_Loft_Oderbergerstraße 038 Während Kreuzberg immer noch in der Entwicklung steckt, ist der Prenzlauer Berg bereits recht ausgereift. Schick sanierte Altbauten, gigantische Häuser, die in neuem weiß erstrahlen, tolle Kneipen, Cafés und Restaurants, einfach herrliche Straßen zum flanieren und staunen. Eine der schönen Straßen ist die Oderberger Straße, in der sich eine klasse location neben der anderen reiht. 

 

 

 

 

Bonanza Coffee Heroes, Kauf dich glücklich, Sushi und Weltempfänger

Berlin_Loft_Oderbergerstraße 021Berlin_Loft_Oderbergerstraße 032Irgendwo mittendrin in der Oderberger Straße findet man das Insider-Café Bonanza Coffee Heroes und unweit den Eisladen “Kauf dich glücklich”, wo es Eis auf frisch gebackenen Waffeln gibt. Die Webseite von denen ist witzig gemacht. Hierüber gelangt man auch zum gleichnamigen Online-Shop. Unbedingt mal reinschauen.

Aber mein geschmackliches Highlight fand ich, dank Qype, in der Sushi Bar Ky. Den Bewertungen bei Qype kann ich nur zustimmen. Das Sushi war einfach einsame spitze und super frisch.

Frühstück gabs in der Anklamer Straße am Arkonaplatz im Café Weltempfänger, wo das gleichnamige Frühstück eine echte Überraschung für Neulinge ist. Empfehlenswert sind auch die vielen Teesorten dort.

 

Alexanderplatz

Berlin_Dortmund 021 Berlin_Dortmund 012 Obligatorisch ist der Besuch vom Alex. Dieses Mal war ich aber nicht oben. Das Wetter, der Springbrunnen und eine freie Bank luden zum faulenzen und people beobachten ein. Neben “echten” Punks, von denen ich dachte, die wären längst ausgestorben, gabs auch einige Streetdancer, die tolle Performances darboten. 

Ansonsten kann ich hier nur sagen, dass der Alexanderplatz nicht unbedingt schöner, aber immer voller wird. Noch mehr langweilige Einkaufszentren nehmen dort mittlerweile den Platz ein. Irgendwie schade. Mir hat das weitläufige dort recht gut gefallen.

 

 

 

 

Dahlem

Während der droidcon konnte ich auch Dahlem entdecken, das sich mir als sehr romantische Ecke von Berlin präsentiert hat. Südwestlich gelegen, ca. eine halbe Stunde von Mitte mit der U-Bahn entfernt, ist der kleine Vorort schnell zu erreichen. Hier gibts neben der Uni auch noch verträumte Villen und Gassen. Dahlem sollte man mal gesehen haben, bevor man sich in einem der üblichen Scene-Bezirke einmietet. Ist vielleicht für den einen oder anderen eine schöne Alternative, sofern es der Geldbeutel zulässt. Leider kein Foto.

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One Response  
  • Martha writes:
    September 2nd, 2010 at 14:28

    Da hast du ja schonmal ein paar der wichtigsten und schönsten Plätze Berlins abgeklappert. Fürs nächste Mal würde ich Dir empfehlen, dich auch mal in Nordneukölln um zu schauen. Die ganze Gegend zwischen Hermannplatz und Kanal „boomt“ gerade praktisch in puncto Szene. Es gibt nette kleine Läden zum Einkaufen, leckeres Essen etc. Besonderer Tipp ist auch der Flowmarkt am Kanalufer, der einmal im Monat stattfindet. Wahnsinn, was aus der Gegend mittlerweile geworden ist.


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