SIDEBAR
»
S
I
D
E
B
A
R
«
Alles geht einmal zu Ende
März 5th, 2010 by DieDiplomandin

Flugvorbereitungen

Nach 80 Tagen steht leider das Ende meiner Ozeanien Reise an. Etwas schwermütig werde ich bei dem Gedanken daran schon. Vor allem Australien hat es mir ganz schön angetan. Es ist ein Land mit so vielen Möglichkeiten. Das Klima ist einzigartig. Es ist wieder so heiß geworden, obwohl der Herbst bereits begonnen hat. Man geht ans Meer baden oder surfen, man trägt lockere Sachen, Am Wochenende gehts zum BBQ in den Picknickpark und die Grillen zirpen immer noch. Seufz. Und ich muss jetzt ins kalte, nasse Deutschland.

Aber zuvor muss ich hier noch einiges managen. Beispielsweise meinen Koffer so optimal packen, dass ich nichts nach bezahlen muss, weil er zu viele Kilos auf die Waage bringt. Und dann natürlich noch den Minicamper zurückbringen, was auch eine Herausforderung ist, da der Airport südlich von Sydney liegt und die Autovermietung genau entgegengesetzt, im Norden. So dass ich auf jeden Fall mindestens zweimal durch F… Sydney muss. Das erste Mal, um meine Koffer ins Hotel zu bringen, wobei dieses Hotel wiederum nah zum Flughafen sein sollte, da ich spätestens um 07:00Uhr am Flughafen sein muss. Das zweite Mal, um den Camper zur Autovermietung zu bringen und dann muss ich wieder ins Hotel kommen. Den Camper noch muss ich innen auch noch reinigen. So stehts im Vertrag, sonst fallen nochmal 100-200 AUD an. Da habe ich keine Lust drauf. Also habe ich gestern Abend noch viel Zeit im Internet zugebracht, um mir für diese Anforderungen die optimalste Hotelkombination zu buchen. Das Ergebnis meiner Recherche war dann die, dass ich mich für die erste Nacht im Best Western Motel Philips Lodge einquartiert habe, das im Süden von Sydney liegt und für die zweite Nacht im teuren Ibis Sydney Airport Hotel, das nur 3 km vom Flughafen entfernt liegt und einen hoteleigenen Shuttle-Service anbietet. Im Motel habe ich dann meinen Koffer  umgepackt, einiges aussortiert und entsorgt. Am späten Nachmittag hatte ich dann noch die Idee, zu Fuß, etwas für das Abendessen einkaufen zu gehen. Mein Navi kann ich nämlich auch auf Fußgänger umstellen. Aus den anfangs abgeschätzten 2 Kilometern sind dann aber 5 draus geworden. War dennoch ok, da ich soviel gesehen hab, was man mit dem Auto einfach nicht sieht. Dabei bin ich durch Wohnviertel gelaufen, die in sehr schönen Alleen angelegt sind und durch einsame Hinterhöfe gewandert, die man in den Staaten sicherlich gemieden hätte und schließlich auf einer total belebten Straße rausgekommen, das, mal wieder, von chinesischen Läden dominiert wird. DigiCam hatte ich leider nicht dabei.

Am nächsten Morgen, habe ich meine Check-Out-Zeit auf 11:00Uhr gelegt und bin zu einem der Autowasch-Service-Center gefahren, die auch die Innenreinigung mitmachen. Es gab in der Nähe keine Selbstwaschanlage, daher hab ich 30 AUD gezahlt, einen leckeren Kaffee bekommen und mich hinterher aufgeregt, dass der rote Staub immer noch auf den Armaturen klebte. Für mich war das ein unbefriedigendes Ergebnis, aber die Autovermietung war begeistert. Keine Macke, kein Schmutz, kein Müll. Na dann … Von Brookvale, also von der Autovermietung aus, habe ich mich dann mit dem Bus auf dem Weg zu dem Ibis-Hotel aufgemacht. Für 179.- habe ich dort ein “ruhiges” Zimmer gemietet, aber dafür ist der Shuttle inklusive. Dachte ich zumindest beim Einchecken. Als ich am Abend von der Auto-Rückgabeaktion zurückkam, dröhnte da von irgendwoher eine Waschmaschine im Schleudergang. Um 19:00Uhr war das für mich kein Problem. Bin selbst noch wach und war immer noch am Optimieren meines Kofferinhalts. Um 22:00Uhr war das auch kein Problem, dass jede halbe Stunde, der Schleudergang wieder einsetzte. Nach meiner Erfahrung bisher, weicht man stark verschmutzte Wäsche in Lauge vorher ein, da die Maschinen immer nur 38 Minuten lang waschen. Somit setzt, wenn man kontinuierlich die Maschine füllt, ungefähr jede halbe Stunde der Schleudergang ein. Um 23:30 Uhr hab ich dann mal bei der Rezeption angerufen und nachgefragt, wie lange denn die Wäscherei noch vor hat, zu waschen. Zehn Minuten später war Stille. Endlich. Eigentlich sollte ich um 05:00Uhr in der Früh einen Wacke-Up Call bekommen, aber der kam nicht. Wie gut, dass ich meinen kleinen Reisewecker auf 05:45 Uhr gestellt hatte. Denn um sechs kam das Shuttle. Als ich nachfragte, warum man mich nicht geweckt hatte, stotterte der Portier rum und meinte mein Wacke-Up-Call sei erst um sechs. Prima. Tolles Hotel. Ich buche ein extra ruhiges zimmer, zahle den regulären, maßlos überteuerten Preis und der Hammer war dann der, dass ich für das Shuttle auch noch 6 Dollar bezahlen musste. Es gibt Fluggesellschaften, die verlangen pro Kilo an Übergepäck 30 Euro, wie zum Beispiel die deutsche Lufthansa oder die australische Billigfluglinie Jetstar. Es gibt Hotels, die werben  mit Flughafennähe und eigenem Shuttle-Service und zocken einen da dann ab. So macht Reisen keinen Spaß.

Asiana Airlines

Aber es gibt auch Fluggesellschaften, die machen nicht soviel Wind, sind eher leise und dafür aber erste Sahne. So wie Asiana Airlines. Ich muss da mal ein Loblied aussprechen. Denn schon beim Einchecken in Deutschland, so wie der Flug nach Sydney war alles bestens. Genauso wie heute früh beim Einchecken. Ich war schon wieder am Zittern, dass mein Koffer zu schwer sein könnte und das war er auch. Als ich ihn auf die Waage stellte, hatte er satte 24,5 Kilo. Dabei stand auf den Monitoren über den Eincheck-Schalter, dass pro Koffer maximal nur 20 Kilo zugelassen seien. Aber die freundliche Stewardess meinte, sie darf bis zu 25 Kilo Gewicht auch noch zulassen. Prima. Alle Aufregung umsonst. Mein Handgepäck besteht nun aus einem kleinen Koffer, einem vollgefüllten Rucksack und einer, mittlerweile auch, vollen Schlabbertasche, die ich mir noch schnell im Souvenirshop gekauft hab. Die Tasche hat nämlich dasselbe Motiv, wie die kleine Tasche, die ich mir in Alice Springs gekauft habe. Somit habe ich wenigstens die beiden Taschen als Andenken an meine Fahrt durchs Desert. Zu dem Handgepäck kommt noch die Winterjacke mit Fleece-Innenjacke. Bei Jetstar müsste ich sicherlich schon 1000.-Dollar löhnen, damit ich das alles mit an Board nehmen darf.

Das Mittagessen war jedenfalls schon mal klasse. Man konnte zwischen einem Chicken-Meal und einem Fisch-Meal wählen. Natürlich habe ich mich für den Fisch, der dieses Mal aus Shrimps bestand, entschieden. War wirklich lecker.

Den Flug nach Korea, Incheon, habe ich schon hinter mir. Im Moment bin ich im Hotel June in Incheon.

Hotel June

IMGP8261IMGP8256 Das Hotel, das Asiana Airlines für die meisten Stopover-Passagiere reserviert, ist das Hotel June in Incheon, ca. 8km vom Flughafen entfernt. Alles ist bestens organisiert. Man muss nur durch die Pass-Kontrolle durch und dann durch den Flughafen. Bei mir war der Treffpunkt für den Transfer zum Hotel übrigens am Ausgang Nr. 14. Nach der Passkontrolle, an der Gepäckausgabe vorbei, dann durch den großen Ausgang zur Ausgangshalle, wo es dann wiederum viele Ausgänge gibt. Hier links halten und den letzten Ausgang einfach suchen. Der Treffpunktschalter ist innen. Man zeigt seine Boaringkarte vom Anschlußflug und bekommt dann den Hotelvoucher. Ab da ist alles organisiert und man muss nichts mehr selbst tun.

Mein Zimmer ist ein Twin-Bett-Zimmer. Das Zimmer hat Parkett und Fußbodenheizung. Für das Schlafzimmer und für das Bad stehen jeweils Pantoffel bereit. Wers mag. Zur Geräteausstattung: es gibt einen kleinen Kühlschrank, in dem 2 Flaschen Wasser bereit stehen, einen Wasserspender und einen Tassenwärmer, sowie einen DVD-Player, ein großer Fernseher, in dem über 89 Programme laufen und es gibt Wifi, kostenfrei. Die Toilette und der Whirlpool sind auch nochmal kleine Highlights. Das Bad ist mit Marmor-Fliesen ausgestattet.

Wenn man den Stopover nicht angemeldet hat oder nicht mir Asiana Airlines geflogen ist, würde dieses Zimmer 80 USD kosten. Ist nicht so teuer, aber besser ists natürlich, wenn es, so wie bei mir, inklusive ist. Inklusive ist auch das Abendessen und das Frühstück, zu dem ich jetzt gleich mal gehen werde.

IMGP8250IMGP8259

IMGP8262 

Zurück in die Zukunft

Korea liegt 2 Stunden hinter Australien, das heißt ich musste hier schon mal die Uhr um 2 Stunden zurückstellen. Deutschland liegt dann nochmal 8 Stunden zurück. Ich flieg also in die Vergangenheit oder zurück in meine Zukunft. Der Temperaturunterschied ist hier bereits ziemlich krass. Nämlich von 30 Grad auf 7 Grad runter, ist schon heftig. Aber das Hotel ist super gut geheizt.

weiterführende Artikel zu diesem Thema:


Flattr this!


Leave a Reply


XHTML: You can use these tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>




»  Substance:WordPress   »  Style:Ahren Ahimsa
© Die Diplomandin