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Caching-Days II/…
März 2nd, 2010 by DieDiplomandin

 20100302_CachenWyong 011 Wenn ich mal mit dem Cachen angefangen hab, lässt mich das auch nicht mehr los. Und da das Wetter heute zwar etwas besser war, aber immer noch kühl und sehr windig, habe ich gleich nach Frühstück alles vorbereitet und bin los. Zuerst zum Shopping-Center, denn dort hatte ich gestern einen Cache nicht gemacht, weil er nicht in unmittelbarer Nähe lag. Zunächst ging ich über die Brücke auf die andere Seite des vierspurigen Highways. Dort traf ich dummerweise auf einen hohen Zaun, der den Highway absperrte. Dann ging ich wieder zurück und fütterte mein Navi mit den Koordinaten. Damit ging ich die Sache nochmal mit dem Auto an. Das Halten am Highway ist zwar verboten, aber was soll ich machen, wenn der Cache in unmittelbarer Nähe der riesigen Welcome-Skulptur versteckt ist. Beim Loggen im Internet habe ich dann später gesehen, dass man irgendwie auch von hinten rangekommen wäre. Auf jeden Fall bin ich, nachdem ich den Cache geloggt hatte, so schnell ich konnte zum Auto gefetzt, da ich Angst hatte, dass eventuell ein Abschleppfahrzeug mein Auto abschleppt, weil es da auf dem Seitenstreifen steht. Ich glaube, das läuft hier ähnlich wie in den USA, wo man bei einer Autopanne das Auto einfach stehen lässt und auf direkten Wege den Highway verlässt. Auf keinen Fall darf man drin sitzen bleiben. Dann muss man die Polizei verständigen und angeben, wo das Auto steht. Am besten ist es aber, wenn man den AAA anruft. So ist es wohl in den USA.

Mysth

Der zweite Cache war grauenvoll. Das war, glaube ich, der widerlichste Cache, den ich bisher angegangen bin. Es gibt Leute, die verstecken einen Cache auf einer Verkehrsinsel und finden das lustig Geocacher dorthin zu schicken. Aber dieser Cache war richtig, richtig blöd. Der Cache heißt “Tinnitus”. Ist wohl eine Reihe mit drei Caches. In einem Industriegebiet gelegen, in dem noch so ein bisschen Restregenwald existiert. Die Vögel, die einen seltsamen Sound machen, haben mich dabei nicht so sehr gestört. Es war eher der Geruch, der dort herrschte. Es roch nach Gebrochenem. Einfach widerlich. Vielleicht war da auch einfach nur eine Käsefabrik oder eine Fabrik, die Tomatenspaghetti in Dosen abfüllt. Der Geruch war für meinen Geschmack einfach widerlich. Dazu kamen die vielen Dornen an den verschiedensten Pflanzen, die sich an meiner Jeans festkrallten. Mein Wille war dennoch groß und ich nahm meinen Schirm, spannte ihn auf und benutzte ihn als Schutzschild, damit mir die Dornen wenigstens nicht das Gesicht zerkratzten. Als ich den Null-Punkt endlich gefunden hatte, fand ich den Cache nicht,dafür aber den Sumpf, der sich direkt ein paar Meter weiter befand. Da kamen wohl auch die vielen Stechmücken her, die sich um mich stritten. Ich suchte den Cache überall, drehte jeden Stein um, zog Flaschen aus dem Laub, stocherte im Efeu. Aber der Cache war nicht zu sehen. Als ich selbst zu würgen begann und die Stechmücken mir dann zu blöd wurden, brach ich die Suche schließlich ab. Hustend und würgend spurtete ich zurück zum Auto und als ich losfuhr, bemerkte ich den Abschleppwagen hinter mir. Der war doch nicht etwa wegen mir da, fragte ich mich, und gab Gas. Danach hatte ich Hunger, aber beim Gedanken an Pizza oder Pasta wurde es mir wieder übel. Ich beschloss daher das Mittagessen vorerst zu verschieben, bis ich die Sache vergessen hatte. Jetzt weiß ich auch, woher die Autoren von Mysth ihre Ideen her hatten. Die waren damals bestimmt mal in Australien unterwegs und haben daraufhin das Computerspiel entworfen.

Danach machte ich noch einige Caches, von denen ich drei recht schnell fand und zwei wiederum nicht. Einen Cache nicht zu finden, ist richtig frustrierend. Aber die Belohnung mit zwei California Sushi-Rolls mit Wasabi lässt den Frust und den Würgzreiz schnell wieder schwinden. Sushi hilft eben gegen alles. Bei mir jedenfalls. Also fuhr ich bald danach ins Belohnungscenter und holte mir, was mir zustand.

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Woodbury’s Inn

Es gibt aber dann auch wieder so schöne Caches, wie dieser hier. Woodbury’s Inn war mal eine Taverne an der Maitland Road irgendwann um 1800 rum. Reisende konnten da dann auch mal übernachten. Aber die Geschichte steht auch ausführlich auf der Tafel, die ich fotografiert habe. Die Bäume, die hier stehen, sind phänomenal schön und mit Sicherheit so alt, wie das Inn vom alten Woodbury heute wäre, wenn es noch da stünde. Der Cache war etwas tricky zu erreichen und hat gerade deshalb Spaß gemacht.

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