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Birubi, Tsunami und die Karawane zieht weiter
Februar 28th, 2010 by DieDiplomandin

Port Stephens Leuchtturm

20100228_NewCastle_etc 004 Das Ende naht und gerade deshalb wollte ich mir heute noch ein schönes Plätzchen am Meer für die restlichen Tage aussuchen. Der Camping am Birubi Beach in der Nähe von Newcastle war zunächst mein Favorit. Den Camping hatte ich erst vorgestern bei meinem Ausflug nach Newcastle besichtigt und fand ihn ideal für die letzten Tage. Direkt am Meer gelegen, mehrere Kühlschränke in einer betonierten Küche, wenig Leute auf dem Gelände. Für 30 AUD die Nacht auch ok. Auf meiner Fahrt dorthin kam ich bei dem Leuchtturm von Port Stephens vorbei. Der Leuchtturm ist auf einem Berg sehr hoch über Port Stephens gelegen. Es gibt ein Leuchtturm-Museum und ein Cafe dort oben. Und natürlich eine super Aussicht auf Port Stephens. Vor der Auffahrt zum Leuchtturm bin ich aber nochmal meinen Lieblingsvögeln begegnet, die artig aufgestellt in einer Reihe, darauf warteten dass der Angler, der gerade seinen Fang ausnahm, ihnen die Innereien zu warf. Einmalig diese Vögel.

 

shipswreck20100228_NewCastle_etc 014Das Leuchtturm-Museum zeigte mir vieles interessantes. Zum Beispiel die Internationalen Codes, die auf den Fahnen aufgemalt sind und die der Leuchtturmwärter zum entsprechenden Zeitpunkt hießt. Oder die Tafel mit allen Schiffswracks, die in der Umgebung von Port Stephens seit 1800 gefunden und dokumentiert wurden. Auch interessant waren die Familien der Leuchtturmwärter. Zum Beispiel hatte der Leuchturmwärter William Clower elf Kinder mit seiner ersten Frau Margeret. Eines Tages war Margaret gerade mit der Kutsche unterwegs zu ihrer Leuchtturm-Residenz, wobei ein Pferd einen für Margeret tödlichen Kutschenunfall auslöste. 10 Jahre nach dem Unfall heiratete William eine Witwe, die auch Kinder in die Ehe brachte.  Zwei ihrer Kinder heirateten später dann zwei von Williams Kinder. Williams Stiefsohn übernahm nach seinem Tod das Amt des Leuchtturmwärters. Der Leuchtturm ist heute immer noch aktiv und klasse war daher, dass man auch mal den heutigen Leuchtturmwärtern über die Schultern schauen konnte. Viel zu sehen gabs zwar nicht, da die beiden Wärter hauptsächlich Funk-Gespräche führten, aber der Raum war super klimatisiert, was einer kleinen Erfrischung an dem heutigen heißen Tag gleich kam.

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Birubi Point oder Tsunami-Warnung in der Wüste

20100228_NewCastle_etc 035 20100228_NewCastle_etc 046Als ich zur Birubi-Beach kam, staunte ich nicht schlecht. Denn neulich war ich zwar auf dem Camping-Platz, habe mir aber nicht auch noch den Strand angesehen. Hätte ich mal tun sollen. Denn der Strand haut einen voll um. Der Strand ist nicht nur ewig lang, er erstreckt sich auch ins Land hinein mit seinen Dünen und gleicht mehr einer Wüste, als einem Strand. Wirklich faszinierend. Heute war keiner im Wasser, da Tsunami-Warnung von der Marine herausgegeben wurde. Daher saßen die Leute am Strand und im Beach-Cafe herum und warteten auf den Tsunami, der auf sich warten lies.

Was mir hier an der Ostküste noch extrem aufgefallen ist, dass es sehr viele 4WD-Möglichkeiten gibt. Also für Geländefahrzeuge geschaffene Pisten. Es gibt in manchen Nationalparks Campingplätze, die ausschließlich mit 4WDs zu erreichen sind. Also muss ich mir das nächste Mal einen Jeep mieten. Am besten so einen Safari-Jeep, bei dem man oben auf dem Dach ein Zelt aufbauen kann. Wäre auch im Desert und fürs Outback besser geeignet gewesen.

20100228_NewCastle_etc 040 karawane

Aus der Ferne sah ich dann noch die Karawane von Kamelen und denen die oben drauf saßen. Passte gut ins Bild, die Karawane.

Angesichts der Tatsache, dass es eine Tsunami-Warnung gab und ich neulich auf der Beschreibung von dem Camping-Platz einen kleinen Kringel gesehen hab, bei dem dabei stand “Tsunami-Meetingpoint”, habe ich daraus gefolgert, dass es hier an der Stelle häufiger zu solchen Stürmen kommt. Und irgendwie verging mir bei der Vorstellung, es könnte in der Nacht ein Tsunami hereinbrechen, die Lust, dort zu campieren. Daher fuhr ich dann auch schon wieder weiter. Obwohl der Platz wirklich spannend aussah.

 

Toowoon Bay

Schließlich beschloss ich dann spontan in Richtung Sydney zu fahren, in die Nähe des Einkaufszentrum, wo ich neulich schon mal war. Nämlich nach Wyong beziehungsweise Gosford, circa 100 Kilometer vor Sydney und 80 Kilometer von dem Birubi Beach entfernt. Am Ende landete ich dann in der Toowoon Bay auf einem sehr netten Campingplatz, der auf einer Anhöhe über dem Strand liegt.

In der Nacht ging dann noch ein gewaltiger Sturm los, bei dem ich schon befürchtete, dass das der Tsunami sein könnte. Denn die Warnung galt für den ganzen Staat von NSW. Daraufhin sah ich vorsichtshalber auf der Seite des meteorologischen Instituts von Australien nach. Dort war jedoch die Tsunami-Warnung bereits wieder aufgehoben worden. Der Sturm war dennoch ganz schön heftig. So einen Regen habe ich in den letzten 3 Monaten nur einmal auf der Südinsel von Neuseeland erlebt. Als der Regen sich wieder gelegt hatte, wurde ich auch etwas ruhiger. Mein Minicamper wackelte dann ein paar Mal die Nacht kurz. Ob das ein Beben war, weiß ich jedoch noch nicht. Hat sich aber so angefühlt. 

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2 Responses  
  • Gertrud writes:
    September 26th, 2010 at 22:42

    Echt hilfreich! Vielen Dank dafür.

  • Tanja writes:
    September 3rd, 2011 at 09:46

    Echt ein klasse Beitrag! Vielen dank auch von mir! Liebste grüße, die Tanja


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