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Wyong, Shopping und Pelikane
Februar 27th, 2010 by DieDiplomandin

Gestern Abend schon, aber heute morgen noch vielmehr, war mein Bauch am glühen und so rot, wie ein Feuerball. Die kleinste Berührung tat, und tut immer noch, weh. Obwohl das Sonnenbaden vorgestern war. Verstehe ich nicht ganz. Mir scheint so, als ob sich der Sonnenbrand an meinem Bauch wirklich zu einem Buschfeuer entwickelt. An den Beinen gehts mittlerweile wieder, aber am Bauch ist das echt die Hölle. Der gute hatte die Sonne auch nicht so oft zu sehen bekommen. Das war wohl doch zu viel auf einmal für ihn.

Beim Frühstück in der Küche begegnete ich auch wieder dem Trio, die ich gestern da schon gesehen hatte. Zwei Typen und eine Frau. Sie fahren einen Jeep, der eigentlich nicht gerade billig ausschaut, aber die drei machen auf mich so einen verwahrlosten Eindruck, als ob sie schon eine Weile auf Reisen wären und nicht unbedingt viel Geld hätten. So dass mir eine Idee kam. Ich hatte, wie auch auf Neuseeland, wieder eine große Box gekauft, einige Konserven, Gewürze, Zucker, Honig, Öl,Knofi, Spaghetti, Reis, etc.. Was man eben so auf Reisen braucht. Dann habe ich noch einige Badetücher, die einiges wiegen. Kurz: ich bin mit dem Krempel zu denen hin, habs auf den Tisch gestellt, und mitgeteilt, dass ich das nicht mehr brauche. Ob sie es gebrauchen könnten. Zunächst Stille, dann ein verdutzter Blick von allen dreien und dann der Jubelschrei von der Frau, die mir daraufhin gleich um den Hals fiel, als wenn ich sie aus dem Fegefeuer befreit hätte. Der eine Typ meinte noch: amazing und der Dritte schien ebenso erfreut zu sein. Der eine hatte wohl gestern erst sein Badetuch am Strand vergessen. Daher passte das auch. Nee, war wirklich süß, wie sie sich gefreut haben. Da haben die Sachen doch noch dankbare Abnehmer gefunden. Es ist noch eine knappe Woche, in der ich keine Lust mehr habe, großartig zu kochen und ich finde es so prima, wenn jemand die Sachen auch wirklich gebrauchen kann, bevor ich sie irgendwo abstelle, nicht weiß was damit passiert oder womöglich wieder im Hotel zurücklassen muss.

Danach fuhr ich heute gen Süden, also Richtung Sydney und schaltete das GPS zum cachen mal wieder ein. Das, beziehungsweise die Caches, lotsten mich in Gegenden, wo ich niemals hingefahren wäre. Wo das war, kann ich im Moment auch nicht mehr sagen. Aber es war irgendwo zwischen Lake Maquarie und dem Nationalpark Manumorah auf dem Weg nach Wyong in der Nähe der Central Coast. Dort wurden auch einige Villen und Grundstücke zum Verkauf angeboten. Traumhaft idyllisch.

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Heute war der Himmel schon beinah Wolkenfrei und es gab endlich mal wieder um die 30 Grad. Mittlerweile habe ich mich an die 30 Grad als Durchschnittstemperatur ziemlich gewöhnt. Drunter finde ich es schon zu kalt und drüber ist auch ok. Im Desert lag die Mindesttemperatur bei 35 und die Maxtemperatur bei 44 Grad im Schatten, was ich erlebt hab. Aber auch hier in der Gegend hatte ich dieses superheiße Klima wieder. Es war heiß und die Grillen zirpten ähnlich laut. Das gibt so ein Afrika-Feeling, wie in den Filmen. Da bleibt irgendwie die Zeit stehen. Alles ist so easy, so friedlich. Für mich fühlt es sich jedenfalls super hier an. So ein Häuschen am See – das wäre schon was.

Die Caches bin ich dann nicht angegangen, weil sie allesamt im Wald lagen. Und ich hatte keine Lust mir lange Hosen und Wanderstiefel anzuziehen. Wäre zu empfehlen, denn hier in Australien muss man in der Natur immer damit rechnen, dass man Schlangen oder Spinnen begegnet. Wie bereits gesagt: jetzt so am Ende ein Spinnen- oder Schlangenbiss muss wirklich nicht sein. Es gibt auch Pflanzen, die gefährlich sind, wie in USA, wie die als Efeu getarnte Pflanze “poison ivy”. Nö, muss nicht sein. Dann such ich lieber Caches irgendwo in der Stadt, dachte ich und suchte das nächste Shopping-Center in der Nähe von Wyong auf. Dort kaufte ich allerdings nur ein paar Lebensmittel zum Abendessen, da die Läden hier bereits um 17:00 Uhr zu machen. Ich nehme an, dass die Bürozeiten hier ähnlich sein werden. Man beginnt früh und hört auch früh auf. Dafür hat man abends noch genügend Zeit, um ins Meer zu hüpfen.

Auf meinem Rückweg zum Camping kam mir die Idee ein Picknick auf einem schönen Picknickplatz zu halten, den ich unterwegs sah. Als ich das Auto abstellte, sah ich jedoch etwas, das viel einzigartiger war, als der Picknickplatz. Nämlich die Pelikane. Diese Vögel faszinieren mich schon seit meiner Kindheit. Sie erinnern so an die Urzeit-Wesen. Also gings hier nicht zum Picknick, sondern zur Foto-Session:

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Das war ein gelungener Abschluss für den kleinen Ausflug.

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