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Sport, Meer, Strand –> Sonnenbrand
Februar 25th, 2010 by DieDiplomandin

20100225_Swansea 002 20100225_Swansea 044 Der Camping war spitze, der Strand auch und am Mittag kam sogar die Sonne hinter den Wolken hervor. Schon ab zehn suchte ich mir instinktiv ein Plätzchen am Strand. Witziger Weise war der gesamte Strand bis zur Kurve, oder so, für die “New South Wales Surf Life Saving Championship” gesperrt. Als ich am Eingang für “authorized people” den beiden “Türstehern” begegnete und fragte, ob es ok wäre, wenn ich da an den Strand ginge, wollten die mich doch glatt zu einem anderen Strand schicken. Dann erklärte ich ihnen aber, dass ich hier nur auf der Durchreise bin und extra den teuren Campingplatz gewählt habe, um nahe am Strand zu sein, und dass ich eigentlich nur Sonnenbaden möchte und nicht ins Wasser. Daraufhin meinten sie zum Sonnenbaden hat es massig Platz. Das sei kein Problem. Ich könnte nur nicht ins Wasser. Dann haben sie mich endlich durchgelassen. Ich hatte nämlich absolut keine Lust nur wegen ein paar Stunden Sonnenbaden auch noch mit dem Auto zu fahren. 

20100225_Swansea 009 Am Strand wars dann klasse. So Wettkampf-Umgebungen erinnern mich immer an meine Teenie-Zeit, als ich noch regelmäßig zu Wettkämpfen ging. Das waren dann zwar nur Wettkämpfe im Tennis, Handball, Basketball und Leichtathletik. Aber dennoch werden da wieder Erinnerungen wach. Zumal die Wettkämpfe bei den Live Saver-Meisterschaften aus verschiedenen Disziplinen bestehen. Was ich gesehen habe, war beispielsweise ein 100-Meter Lauf dabei. War auch mal meine Spezialität. Oder Kanufahren, Kraulen über mehrere 100 Meter. Und das alles auf Zeit. Also schon sehr anspruchsvoll. Eine Weile habe ich denen zugeschaut, suchte mir dann aber einen ruhigeren Platz, entfernt von den Lautsprechern und dem ganzen Trubel.

surfer_swansea An der Stelle, wo ich mich platzierte sah ich zuerst nur einen Surfer im Wasser, später kam noch einer und irgendwann waren es fünf oder sechs. Denen zuzuschauen, war wesentlich interessanter. Denn das sieht schon toll aus, wenn die mal auf dem Brett stehen und über die Wellen reiten. Wahre Kunststücke und Akrobatik vollbringen die da. Könnte mir auch Spaß machen. Allerdings glaube ich, dass man da eine Menge Wasser schluckt, wenn man immer wieder von den Wellen überschwemmt wird. Und es braucht mit Sicherheit eine gute Kondition und viel Kraft. Denn Surfen geht nur ab einem bestimmten Wellengang und die Strömung ist hier ganz schön stark.

20100225_Swansea 040 Der Tag war richtig schön. Nicht zu heiß, nicht zu kalt und sehr entspannend. Und da es in den letzten Tagen immer so bedeckt war, habe ich mir heute nicht so viel Hoffnung gemacht, auch braun zu werden und habe mich für die 3 Stunden Sonnenbaden nicht eingecremt. Irgendwie war ich der (bescheuerten) Meinung, dass ich das nach knapp drei Monaten regelmäßiger Sonnenbeschattung nicht mehr nötig hätte, zumal die Sonne heute früh noch hinter den Wolken steckte. Nach dem Sonnenbaden merkte ich auch noch nichts von einem Sonnenbrand. Meine Haut zeigte an den bedeckten Stellen nur einen Farbunterschied, was auch ok war.

Am Nachmittag machte ich es mir nach dem Duschen in meinem Minicamper gemütlich, lies “Vanessa da Mata” laufen und schlummerte so vor mich hin. die Musik war angenehm, ein Lüftchen zog durch den Camper, ab und zu hörte man einen Vogel, von weitem das Rauschen des Meeres. Einfach perfekt.

20100225_Swansea 043 Als es dunkel wurde, spazierte ich nochmal an den Strand und setzte mich auf den Balkenzaun, der um den Aufsichtsturm der Life Guards gebaut war. Das Rauschen des Meeres, die Sterne, der Mond, die Luft. Da kamen mir dann auch die Tränen und ich wurde voll melancholisch. Die Vorstellung dass ich dieses schöne Land bald verlassen musste, machte mich sehr traurig. So ein bissel habe ich mich in dieses extreme Australien verliebt. Es hat soviel zu bieten. Vor allem soviel schönes. Wenn ich dagegen an das graue finstere Deutschland denke, wo es die ganze Zeit eisigkalt und wahrscheinlich häufig auch sehr nass war, dann die paar Stunden, die es im Winter hell ist, die vielen an Grippe erkrankten Menschen und dann das hier im Vergleich. Klar kann ich jetzt nicht sagen, wie es hier das ganze Jahr über ist, oder wie es ist, wenn man hier arbeitet. Die bei der Autovermietung waren jedenfalls froh, dass es mal ein paar Tage Regen gab und nicht mehr so hell war. Es hat eben alles seine Vor- und seine Nachteile. Jedenfalls finde ich Australien klasse, das steht jetzt fest.

Ach-ja: der Sonnenbrand begann an dem Abend langsam an zu brodeln. Über Nacht entwickelte er sich zu einer Verbrennung ersten Grades. Da waren die Schmerzen jedoch noch nicht da. Ein wenig kann man das mit den Buschfeuern hier vergleichen. Da beginnt der Baumstand von innen an sich zu erwärmen, bis er so erhitzt ist, dass er nach außen raucht und irgendwann richtig brennt. Ich hoffe, mir gehts die nächsten Tage nicht auch so.

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