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Auf der Suche nach Sonne, Strand und mehr
Februar 24th, 2010 by DieDiplomandin

papageien

Als ich an dem Morgen aufwachte, sah ich auf dem Weg zur Toilette auf einem Tisch ca. 20 von diesen kleinen Papageien. Kurz vor meiner Abfahrt konnte ich dann noch zwei von ihnen auf dem Bild festhalten. Die anderen waren schon satt und leider wieder davon geflogen. Der Campingplatz hatte also nicht nur ein Herz für spätanreisende Diplomandinnen, sondern auch für niedliche Papageien.

Wo sollte ich denn nun die letzten Tage verbringen? Eine Frage, die allmählich immer schwieriger zu beantworten war. Denn es kamen so viele Bedingungen dazu:

  • Es sollte möglichst in der Nähe von Sydney sein.
  • Möglichst in Strandnähe
  • Irgendwo, wo es auf jeden Fall Sonne hatte
  • Vielleicht, wo es auch ein paar Läden gab
  • Wo es Internet gab oder eine Library mit Wifi oder wenigstens ein MC in der Nähe
  • Es sollte ein sauberer, netter Campingplatz sein
  • Der Campingplatz sollte günstig sein
  • Eventuell sollte der Camping in der Nähe vom Flughafen sein, so dass ich auch noch die letzte Nacht dort verbringen konnte und nicht für die letzte Nacht extra in ein Hotel umziehen musste.

20100222_CoffsHarbourSydney 009

Und noch viele Anforderungen mehr. Schwierig, schwierig, so eine Urlaubsplanung.

Bei dem italienischen Cafe um die Ecke gabs leckeren Kaffee, der mir beim Nachdenken half. Dann fragte ich nochmal mein Navi. Das zeigte mir einen Campingplatz ganz in der Nähe und ich fuhr sofort los. Als ich dort ankam, war die Zufahrt zu dem Camping mit schweren Schlagbäumen versperrt. Sah irgendwie so aus, als ob der Camping komplett geschlossen hätte. Daraufhin fragte ich das Navi nach einem anderen, nächstgelegenen Camping. Lustig war dann die Vorschau, die es mir anzeigte. Offensichtlich bot es mir denselben Campingplatz an, den ich eben angefahren war. Aber da ich schon wieder ein paar Meter entfernt davon war, bot es mir den Campingplatz nochmal an. Dazu wollte es mich erst einmal elegant wenden. So kam es dann zu den 1,5 Kilometern Entfernung, anstelle von 3 Metern.

Schließlich kam ich zum dem Entschluss, ich könnte wieder in Richtung Narabeen fahren, wo der teure, aber schöne Campingplatz am Meer war, auf dem ich die erste Nacht in dem Minicamper verbracht hatte. Gesagt, getan. Und wieder musste ich durch diese (sorry, Sydney) nervige Stadt. Allerdings ging das morgens um neun wesentlich stressärmer, als am Abend zuvor. Als ich kurz vor Manly war – mittlerweile kenne ich mich in Sydney und Umgebung beinah schon zu gut aus, wie in meiner Hosentasche – erinnerte ich mich, dass hier auch die Autovermietung ihren Sitz hatte. Da ich unbedingt wissen wollte, wie viel Tickets bei denen für mich schon reingekommen sind, fuhr ich sogleich zu der Firma. Dort angekommen, hieß es dann aber zum Glück, dass bisher noch keine Tickets für mich eingetroffen seien. Auf die Frage, wo es einen günstigen Campingplatz in der Nähe zu Sydney und möglichst auch in Strandnähe gäbe, wurde mir ein Nationalpark empfohlen, wo man aber nur zu Fuß direkt hingelangt und ein anderer Camping in einem zu Sydney nahegelegenen Nationalpark. Zu dem fuhr ich dann auch. Bis ich den fand, vergingen wieder ein paar Stunden, weil mein Navi die Straße nicht kannte und als ich dort ankam, war ich komplett gefrustet. Direkt gegenüber von der Zufahrt zu dem Campingplatz war ein Business-Viertel. Es ist sicherlich schön für die Anzugheinis, wenn sie in der Mittagspause im Nationalpark spazieren gehen können. Aber andersherum ist es für Camping- und Naturfreunde nicht so schön, am Mittag den Schlipsträgern zu begegnen. Für mich war das jedenfalls nichts und auch der Preis war nicht so nett. Der Camping war zwar 10 Dollar günstiger, als der am Meer, aber der Rest nervte doch gewaltig. Mit den Typen hab ich noch genug zu tun, wenn ich wieder arbeiten muss. Aber jetzt ist noch Urlaub angesagt. Der nächste Versuch ein schönes Plätzchen zu finden, sollte nun aber mal klappen. Und wenn ich die 600 Kilometer zurück nach Coffs Harbour fahren muss, dachte ich mir. 

Tourist Drives und Swansea

20100222_CoffsHarbourSydney 014 Aber soweit kam es dann doch nicht. Kurz vor Newcastle, ca. 130 Kilometer nordöstlich von Sydney fuhr ich nämlich auf den tourist drive. Es gibt hier für Touris extra Straßen, damit sie vom Highway runterkommen und den Verkehr nicht behindern. So würde ich die Tourist drives definieren. Aber ich glaube, dass die Tourist drives dafür da sind, damit die Touris was vom Land sehen. Wie auch immer. Ich bin ein paar Mal schon solche touri drives abgebogen und konnte, außer einem Umweg, nichts besonderes feststellen. Höchstens, wenn ich in einen Nationalpark reingefahren bin. Dennoch fuhr ich also den tourist drive, denn die Hoffnung stirbt zuletzt, und landete direkt in einem kleinen Örtchen, namens Swansea. Das Informationscenter strahlte super modern und neu vor sich hin, so dass man unmöglich daran vorbeifahren konnte. Drinnen erfuhr ich, dass am kommenden Wochenende in Swansea Meisterschaften seien und der ganze Ort komplett ausgebucht sei. Wie schön für Swansea, wie blöd für mich. Eventuell auf den Campingplätzen gebe es noch was. Und genau da wollte ich auch hin. Der erste Camping lag im Ort und der zweite Campingplatz direkt am Meer. Jubilee! Dieser Campingplatz war auch wesentlich ansprechender, als der andere. Dafür konnte ich aber auch nur für zwei Nächte einen Platz buchen. Da auch der Campingplatz übers Wochenende komplett ausgebucht war. Mir war das vorerst mal egal und ich bezahlte für die zwei Nächte 52 Dollar. Für einen Platz mit Strom gerade noch ok, obwohl ich mittlerweile festgestellt habe, dass ich in jeder Küche den fürs Laptop und für die Digi-Cam erforderlichen Strom bekommen könnte. Aber der Platz ohne Strom wäre nur für eine Nacht frei gewesen. Die Küche dort machte einen sauberen Eindruck und auch der Kühlschrank bot noch Platz, so dass ich gleich wieder losfuhr, um ein paar Lebensmittel einzukaufen. Also Salat, Milch, Gurke, Trauben und Tsatsiki. So das übliche eben. _Am Strand waren schon die ersten Vorbereitungen für die New South Wales Life Surf Meisterschaften aufgebaut. Und leider war es noch bewölkt. Aber immerhin war ich wieder am Meer. Und hier war es wirklich schön. Der Strand geht hier noch kilometerweit.

Am Abend war ich dann noch am bloggen und danach startete ich die erste Runde meines Rückblicks. Über 3600 Fotos habe ich auf dieser Reise geschossen. Eine ganze Menge. Aber ich hab auch eine ganze Menge gesehen und erlebt. Das muss einer erst mal verdauen. Es war schließlich halb zwei, als ich die Augen zumachte.

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