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Coolum Beach oder The Apartment
Februar 12th, 2010 by DieDiplomandin

20100213_Coolum 092 20100213_Coolum 061Nach einer Nacht voll erholsamen Schlaf, war ich heute wohl die letzte, die auf dem Campingplatz ihr Frühstück einnahm. Es war bereits gegen Mittag, als Ralphi, mein Nachbar, sich darüber amüsierte. Aber ich erzählte ihm ein wenig von den Strapazen, die ich in den letzten Tagen hatte und so fand auch der spießige Rentner Verständnis für meine Faulenzerei. Am Nachmittag zog ich los, bewaffnet mit GPS, Digi-Cam und Sonnencreme und erkundete meine neue Umgebung. Wenn alles wirklich so klasse war, dann wollte ich noch einige Nächte länger hier bleiben. Das musste aber zunächst noch bewiesen werden. Gemütlich ging ich an den Shops vorbei, wollte gerade über die Ampel, als ich sah, dass da noch zwei, drei Läden rechts herum, an der kleinen Anhöhe lagen. Alles wollte ich sehen, also auch die paar Läden. Der erste Laden war eine Mischung aus Klamottenladen und Galerie, aber eher eine Galerie, dann kam ein indisches Restaurant, dann eine Boutique. Hinter der Boutique, ich war mal wieder neugierig, eröffnete sich ein Patio. Sowas finde ich immer ganz spannend. Er zeigte eine schöne Architektur mit bunten Wänden und in der Mitte, ein Spa-Bereich. Wohl eine Wellness-Oase, dachte ich mir und ging noch weiter in den Patio hinein, um ein paar Fotos von der Architektur zu schießen. Dabei sah ich weiter hinten das Büro, über dem das Schild “Rezeption” hing. Ich ging hinein, um zu fragen, was das hier genau ist und ob man sich hier einmieten könne, für beispielsweise 10 Tage. Und man konnte. June, die Apartment-Verwalterin machte mir ein Angebot und ihr Mann zeigte mir das verfügbare Apartment, von dem aus ich noch schnell ein Foto machte. Was ich zu sehen bekam, war ein 2-Bedroom-Apartment, mit ca. 80 qm, wobei das Wohnzimmer schon um die 50 Quadratmeter hat. Das Wohnzimmer ist in Essecke, Lounge-Bereich  und Küche aufgeteilt. Die Küche ist komplett mit Geschirrspüler, Herd, Mikrowelle, Kühlschrank und allen Utensilien, also Töpfe, Geschirr und elektrischen Geräten ausgestattet. Im Wohnbereich kann ich einen DVD-Player nutzen und habe die australischen Premiere-Kanäle von Austar zur Verfügung, wie Movies, Sport, News, Entertainment, etc. . In dem  Wohnbereich habe ich eine Klimaanlage, die für die gesamte Wohnung ausreicht. In jedem Zimmer ist jeweils ein Decken-Ventilator angebracht.

 

20100213_Coolum 085 Das Schlafzimmer verfügt über einen Einbauschrank, der ca. 3 Meter breit ist und eine Spiegelglasfront hat. Badezimmer ist mit Dusche ausgestattet. Der kleine Flur, der Schlafzimmer, Bad und Wohnzimmer miteinander verbindet, verfügt über eine Nische, in der eine Waschmaschine steht, über der wiederum ein Trockner hängend angebracht ist. Die Möbel im Wohnbereich und in den Schlafzimmern sind aus hellem Rattan. Alles ist sehr wohnlich, tropisch, der Umgebung entsprechend, eingerichtet.

Zur Wohnung gehören noch zwei Tiefgaragenplätze, so dass das Auto sicher und schattig aufgehoben ist und jederzeit einen Platz hat. Der Spa-Bereich besteht aus Whirlpool, Schwimmbecken und Sauna, sowie Liegebereich. Es gibt eine große Dachterrasse mit Blick auf das Meer. Weiter gibt es einen Spieleraum, in dem unter anderem auch ein Billard-Tisch steht. Zum Meer muss man nur die Straße runter und ist in ca. 2 Minuten am Strand. Was ich hier ebenfalls gut gelöst finde, ist das Müllproblem. Hier stehen nämlich keine Tonnen rum, da Müllschlucker installiert sind. Einer für recycle baren Müll und einer für den restlichen Hausmüll.

Normalerweise kostet ein One-Bedroom-Apartment hier derzeit, zur Nachsaison, 109 Dollar pro Tag. Unter der Bedingung, dass ich nur das eine Schlafzimmer benutze, machten sie mir zunächst das Angebot von 900 Dollar für 10 Tage, 9 Nächte. Also umgerechnet ca. 600 Euro. Als ich am überlegen war, kam der Ehemann gerade dazu und fragte, wie hoch mein Budget wäre. Ich sagte ihm, dass ich dafür eigentlich kein Budget hätte, darauf hin machte er mir das Angebot mit 700 Dollar für eine Woche und 2 Nächte gratis, also 78 Dollar pro Nacht. Wenn man überlegt, dass ich doch des Öfteren in Hotels einkehre, dort mindestens  110 Dollar pro Nacht bezahle, um dann wieder ein paar Nächte auf Campingplätzen zu verbringen, die an der Sunshine-Coast mindestens 30 bis 40 Dollar kosten, und die Unannehmlichkeiten dort in Kauf nehme, oder dann in Backpackers ein Einzelzimmer für 65 Dollar buche, kommt man im Schnitt auch auf ca. 70 Dollar pro Nacht. Also wieso nicht gleich ein Apartment mit allem drum und dran für einen längeren Zeitraum anmieten. Hinzu kommen die schlechten Wetterprognosen für die nächste Woche. Es soll Stürme geben. Die wären sicherlich nicht sehr lustig auszuhalten, auf dem Campingplatz. Wo sollte ich den auch hin, wenn es regnet, außer in meine Schlafkoje? Es gibt keine gemauerte Küche auf den Campingplätzen. Und die teilweise schmuddeligen Wohnzimmer habe ich noch nie genutzt. Mir würde also nichts anderes übrig bleiben, als irgendwohin zu fahren, wo es keine Stürme und kein schlechtes Wetter gibt. Aber wo ist das derzeit in Australien? Solche und weitere Überlegungen stellte ich an, um zu entscheiden, ob ich es nehme oder nicht. Dann ging ich noch los und holte mir bei drei verschiedenen Apartment-Anlagen weitere Angebote ein, schaute mir die Anzeigen, die in den Schaufenster der Immobilien-Agenturen hingen, durch und war nach zwei Stunden fest überzeugt, dass es das beste ist, was ich im Moment machen könnte. Ob das nun in mein Budget passt oder nicht, war mir in dem Moment egal. Hauptsache mal wieder einen festen Platz und ein gutes Bett für eine längere Zeit als nur ein paar Nächte.

Nachdem ich bezahlt hatte, gab June mir gleich die Schlüssel mit und meinte, damit könne ich heute Abend ein paar Sachen ins Apartment bringen und morgen früh einziehen, wann immer ich wollte. Gleich am Abend ging ich nochmal zum Apartment, freute mich, wie eine Schneekönigin, und stellte die Klimaanlage mit dem Timer so ein, dass sie am nächsten Morgen um 06:30 Uhr startete. Das fühlte sich so toll an und ich kam aus dem Grinsen nicht mehr raus.

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