SIDEBAR
»
S
I
D
E
B
A
R
«
Ayers Rock Teil III/III
Februar 5th, 2010 by DieDiplomandin

Uluru

Mala Puta und die Kräuterküche

20100205_AyersRock 103Vom Kulturzentrum ging es dann weiter zum Uluru, dem Ayers Rock. Der Rundgang um den Uluru, was man übrigens wie Uh-la-Ruh ausspricht, wird von den Aborigines in vier Teilstrecken aufgeteilt, wie auf dem Foto zu sehen ist. Jede Teilstrecke hat eine andere religiöse Bedeutung für die Aborigines-Männer und -Frauen. Einer der beiden Guides ging mit uns einen Teil des Mala-Walks, dem für die Aborigines-Frauen heiligen Walk. Er erklärte uns dabei Pflanzen, die die Aborigines-Frauen teilweise zum Würzen und teilweise als Medizin einsetzen. Der Felsüberhang, eine halbe Höhle, wurde (oder wird noch) als “Küche” verwendet. An einigen Stellen konnte man die abgeriebenen Flächen erkennen, auf denen Körner zermahlen wurden. In kleineren Felskuhlen, in dem herabhängenden Fels, wurden die Gewürze und Pflanzen aufbewahrt.

Es war auf diesem Walk bereits extrem heiß. Wahrscheinlich so um die 42 Grad und die Mücken nervten zunehmend. Richtig übel war, wenn eine Mücke den Weg unter das Moskitonetz gefunden hatte. So hatte ich dann auch zweimal eine Mücke im Auge und ein paar Mal im Ohr sitzen. Das ist vielleicht mal unangenehm. In der Höhle war es zwar schattig, aber nicht unbedingt kühl. Daher war es gut, dass der Bus uns parallel folgte und bereits nach knapp einem Kilometer schon wieder einsammelte.

 

20100205_AyersRock 115

20100205_AyersRock 125

20100205_AyersRock 132

20100205_AyersRock 136


Paintings und Mutitjulu Waterhole

Den zweiten Abstecher unternahm der andere Guide mit uns. Dieser Weg war Teil der Aborigines-Männer Religion. Wir sahen Höhlenmalereien, die Situationen der Aborigines zeigen. Eine geschützte Nische, hinter der sich die Männer verstecken konnten und durch ein Loch auf Beute lauerten, und das große Becken, in dem so gut wie immer Wasser zu finden ist. Aufgrund der nervigen Fliegen konnte ich da nicht lange ruhig stehen und entfernte mich von der Gruppe. Während der Guide eine Geschichte über zwei Schlangen erzählte, lief ich daher den Walk weiter, um die Ecke und entdeckte dabei die beiden Natur-Figuren, die aussehen wie eine Schildkröte und ein Fisch.

20100205_AyersRock 169

20100205_AyersRock 153

20100205_AyersRock 160

20100205_AyersRock 177

20100205_AyersRock 185 20100205_AyersRock 182Bei der Rückkehr zum Bus wurden wir schon von dem anderen Guide mit eisgekühlten O-Saft und Orangenschnitten erwartet. Eine erfrischende Abwechslung, obwohl mir die Hitze weniger ausmachte, als die nervenden Mücken. Als ich den Guide fragte, was man dagegen tun könnte, meinte er: am besten nicht mehr darüber reden. Geredet hatte ich bis zu dem Moment eigentlich mit niemanden darüber, da ich niemanden kannte. Mich haben die Viecher aber trotzdem genervt. Er meinte vielleicht eher, man solle sie akzeptieren. So wie vieles Unerwünschte im Leben, was nervt.

Anschließend fuhren wir zu einem Aussichtspunkt, von dem man den Uluru in seiner ganzen Pracht sehen und fotografieren kann. Leider schlug das Wetter ausgerechnet da um, so dass mein Uluru eher stein grau, als postkartenrot ist.

Sundowner mit Blitzgewitter und die rote Farbe des Uluru

Laut unserem Guide wird dieser Ausflug mit ca. 300.000 Menschen pro Jahr veranstaltet und ca. 3000 erleben den Sonnenuntergang so, wie wir ihn erlebt haben. Nämlich überdeckt durch einen heftigen Thunderstorm beziehungsweise auf deutsch: bei Gewitter. Da die dunklen Wolken schon bei der Aussichtsplattform zu sehen waren, disponierten die beiden Guides kurzfristig um und starteten zunächst das Barbeque an dem nächst gelegenen, überdachten Picknickplatz. Während der eine Guide den Grill anwarf, die vorgegrillten Würstchen darauf aufwärmte und das Salatbüffet aufbaute, verteilte der andere Guide Stühle und verteilte Sekt, selbst gekelterten Wein und O-Saft aus. Der Sekt stieg natürlich sofort in den Kopf, wo ich mit einer Canadierin nur noch am kichern war. Die Mücken wurden aufgrund des drohenden Gewitters immer mehr, so dass mein Teller kaum noch zu sehen war. Aber das Essen entsprach sowieso nicht meinem Geschmack. Die Canadierin erfreute sich an der Barbeque-Soße, die sie sich in rauhen Mengen über die Würstchen goss, während ich dem Naturschauspiel über dem Uluru zusah, das sich in Form von heftigsten Blitzen darstellte. Als wir mit dem Essen gerade fertig waren, prasselte ein heftiger Regen über uns hernieder, so dass wir nach dem Aufräumen gerade noch in den Bus springen und die Guides die Klappen vom Gepäckraum verschließen konnten.

Interessant waren bei der Abfahrt die Wasserfälle am Uluru zu beobachten. Jetzt wurden die schwarzen Stellen nämlich auch klar und deutlich. Denn die Farbe, die das gesamte Gebiet hier in ein kräftiges Rot taucht, ist nichts anderes als Rost. Der Sand, der aus allen Teilen der Welt hierher getragen wird, besitzt einen hohen Rostanteil,d er durch die Oxidation entstanden ist und setzt sich auf der Erde und auf alles nieder, so dass die bedeckten Stellen das kräftige Rot erhalten. Und die Stellen, an denen das Wasser am Uluru herabströmt, werden in regelmäßigen Abständen davon abgeschwemmt und sind daher natürlich schwarz. Hätte nicht gedacht, das Rost auch etwas verschönern kann.

20100205_AyersRock 188

20100205_AyersRock 189

20100205_AyersRock 215

20100205_AyersRock 118

Die Rückfahrt ging wieder über Erldunda, wo ich mir eine Packung Chips kaufte, da ich einen enormen Hunger hatte. Es wurde der Film “Planet Earth” gezeigt, der echt klasse ist, während dem ich aber immer wieder eingepennt bin. Der Tag eben doch sehr anstrengend. Gegen ein Uhr war ich dann wieder im Hotel.

Abschließend kann ich sagen, dass dieser Ausflug ein eindrucksvolles und wahrscheinlich das härteste Sightseeing war, das ich, aufgrund der Hitze und den vielen, nervigen Mücken je mitgemacht hab. Aber es war die Sache wert. Ich bin froh, dass ich die geführte Tour mitgemacht hab, obwohl man das sicherlich auch noch besser hätte haben können. Aber im ganzen war es klasse auch mal wieder verschiedenste Menschen aus allen Kontinenten der Welt kennenzulernen, so beispielsweise Dänemark, Japan und Canada. Ich hörte auch noch französisch und schweizerisch und deutsch. Die Guides waren echt cool, wenn man sie auch nur teilweise verstand. Sie waren erfahren, sachlich und gerne zu Scherzen bereit. Ich würde den Trip sicherlich nochmal machen, aber dann vielleicht mal ganz außen herum laufen. Am besten morgens um 5:00Uhr starten und irgendwo den Sonnenaufgang genießen.

weiterführende Artikel zu diesem Thema:


Flattr this!


Leave a Reply


XHTML: You can use these tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>




»  Substance:WordPress   »  Style:Ahren Ahimsa
© Die Diplomandin