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Von Kiwis und Höhlen
Januar 14th, 2010 by DieDiplomandin

Von Hamilton aus, strebte ich dann die Waitomo Caves noch etwas weiter südlicher an. Nach kurzer Zeit erreichte ich Otorohanga. Da ich von der letzten Nacht noch ganz k.o. war und weil ich noch einiges zu berichten hatte, erkundigte ich mich dort in dem i-Site nach einem ruhigen Campingplatz und nach der Ortsbibliothek.

Wie es der Zufall so will, befand sich direkt neben dem Campingplatz ein Kiwi-House. Nachdem ich schon mal ein solches Gehege versäumt hatte und mich danach schon geärgert habe, dass ich nicht einen einzigen Kiwi live gesehen hatte, war ich in dem Moment total happy, dass sich das so toll ergab. Der Campingplatz war klein, bestand eigentlich nur aus einem kurzen Weg, den rechts und links ein paar wenige Campingplätze säumten. Aber er war dennoch besonders, denn die Hosts, also die Campingplatz-Betreiber, waren super nett. Der Mann, Peter Clarke, kam an meinen Camper und erläuterte die Vorzüge des Campingplatzes in Form eines Werbeblocks, bei dem man normalerweise weiterzappen würde, aber das ging ja nicht . Als er fertig war, wusste ich, dass mich der Platz 7,50 Euro mit Strom pro Nacht kostet, er die tollste Shower der Welt hat, bei der man Ewigkeiten ohne timelimit warm duschen darf,  dass es super ruhig wäre und vieles mehr. Und wenn ich wollte, könne ich jetzt seine Frau, Linda, kennenlernen, die schräg gegenüber in einem dieser Wohnmobil-Häuser am Fenster saß, und mit dem Profil zur Seite zu sehen war. Aber ich meinte zu ihm, dass alles prima wäre, nur dass ich jetzt zuerst schlafen müsste, so bis zur Fütterungszeit der Kiwis. So dass ich das auf keinen Fall versäume. Er meinte, es sei kein Problem, seine Frau würde mich pünktlich um 13:15Uhr wecken. Da war ich mir dann auch sehr sicher und legte mich erst mal hin. Pünktlich donnerte die Gute an die Tür und rief die Uhrzeit. Als ich rauskam begleitete sie mich noch bis zur Kasse des Kiwi-Houses, denn somit bekam ich 10% Nachlass.

Kiwi-House in Otorohanga

Wie ich bereits schon geschrieben habe, sind Kiwis nachtaktive Vögel, die nicht fliegen. So wie beispielsweise auch die Emus oder Rheas, die auch zur Gattung der Vögel gehören, weil sie ein Gefieder haben, aber keine richtigen Flügel, mit denen sie fliegen könnten. Kiwis sehen voll lustig aus. Denn sie haben keine Taille, sondern einen vollen  Körper, der mit Haar-ähnlichen einzeln angesetzten Federn bespickt ist. Das sieht aus, wie ein Fell, dass aber aus Federn besteht. Die Füße sind ziemlich muskulär und kräftig.Außerdem hat ein Kiwi, im Vergleich zu anderen Vögeln, einen ausgeprägten Geruchssinn und ein gutes Gehör. Sie haben zwar Flügel, aber die sind mit 3-5cm sehr kurz im Verhältnis zu ihrem großen Körper. Das Köpfchen ist ungefähr Tischtennisball-groß und hat einen recht langen Schnabel, mit dem sie auch fühlen. Irgendwie putzig die Kerlchen. Das Kiwi-Weibchen, dem ich bei der Fütterung zusehen konnte, war wirklich süß. Anstatt essen, wollte sie lieber von der Wärterin gekrault werden. Das Verhalten der Kiwi-Dame erinnerte mich doch sehr stark an ein Hunde-Verhalten. Und der Gang war wirklich lustig. Sie ist recht flink unterwegs, neigt sich dabei immer von rechts nach links. Leider durfte man keine Fotos machen, daher nur ein paar abfotografierte Bilder.

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Waitomo Caves, die weltberühmten Glühwürmchen-Höhlen von Neuseeland

Die Höhle, die ich besucht habe, war eine der kürzeren. Sie war “nur” 1,5 Kilometer lang. Teils sind wir zu Fuß durchgelaufen, teils mit dem Boot gefahren. Der Guide namens Harry sprach in einem beinah aktzentfreien Englisch und mit einem langsamen Rhythmus, so dass sogar ich fast alles verstanden habe. Die Höhlen wurden per Zufall von zwei Forschern entdeckt, die dem Strom durch Waitomo mit einem selbst gebauten Floß gefolgt sind. Als sie auf einen der Höhleneingänge stießen, ahnten sie noch nicht, dass sich darin Millionen von Glühwürmchen befinden, die einen Wahnsinns Sternenhimmel zaubern. Es ist wirklich atemberaubend, wie extrem die leuchten. Das Höhlensystem besteht aus 300 Höhlen, von denen die längste 15 Kilometer lang ist. Man kann alle Details auch sicherlich bei Wikipedia nachlesen, denn ich bin gerade so k.o. zum schreiben. Fotos konnte ich von den Höhlen auch leider keine machen, da fotografieren verboten war und ohne Blitz keine gescheiten Bilder zustande gekommen sind. Nur eines am Anfang und am Höhlenausgang natürlich. Den Sternenhimmel sollte man sich einfach mal selbst anschauen, wenn man schon auf Neuseeland ist. Ich war anschließend noch in dem Museum, wo ein sehr interessanter Film über die Biologie des Glühwürmchen gezeigt wurde. Ein anderer Film zeigte genau die Führung, die ich mitgemacht hatte. Nur war der Film aus den 50iger Jahren. Echt der Hammer, dass sich an der Führung absolut nichts dran geändert hat. Sogar die Boote werden immer noch so voll gestopft, so dass man sich ein wenig vorkommt, wie beim Untergang der Titanic. War aber trotzdem ganz nett. Ich war drin, das war ein “Must” und ist jetzt auch abgehakt.

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3 Responses  
  • Catherine Hyles writes:
    Dezember 10th, 2010 at 18:11

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    Oktober 10th, 2012 at 16:51

    Hi,

    ich muss mich meiner Vorreiterin anschließen und sagen, dass die Seite wirklich klasse ist! Ich finde die Infos zu den Kiwis besonders interessant, weil die kleinen Vögel mich sehr faszinieren. Unglaublich, dass die sich überhaupt bewegen können! Ich möchte auch sehr gern bald nach Neuseeland und mit einem Campervan das Land erkunden! Ich war noch nie dort aber träume schon lange davon! Jetzt habe ich ernsthaft angefangen zu planen und bin deshalb im Netz auf der Suche nach tollen Seiten wie dieser hier oder auch dieser hier, die auch sehr informativ ist!
    Ich werde jetzt häufiger vorbeischauen und bin schon sehr gespannt!
    LG, Tim

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  • megaabstauberseo writes:
    Oktober 17th, 2012 at 11:39

    Toller Blog, auch wenn man kein Arzt, Architekt oder ähnliches ist ;-)

    Liebe Grüße und weiter so :-)

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