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Wind, Sturm und Überschwemmung
Januar 3rd, 2010 by DieDiplomandin

Aus Fish&Chips wurden Hamburger und Salat, die es kostenlos an einem Aktionsstand am Beach gab. Kleine Marketing-Kampagne für einen Soßenhersteller namens ETA. Die Aktion lautete ETA Summer BBQ. Man konnte wählen zwischen einer Grillwurst und einem Burger. Soßen gabs in verschiedenen Varianten zur Auswahl. Der Salat war spitze. Leider war die Qualität der Internetverbindung bei der kleinen Bibliothek nicht so spitze, so dass mir meine Sicherung nicht vollständig gelang. Aber das Wichtigste konnte ich dort erledigen. Erst gegen 13:00Uhr bin ich dann von Nelson los gekommen und strebte als erstes Ziel Westport am Meer an. Schon in Nelson war das Wetter nicht so gut und ich dachte, wenn ich in Richtung Westküste fahre, würde es mit Sicherheit am Nachmittag besser werden, doch es wurde immer schlechter.

 

20100103_nelsongreymouth 009 20100103_nelsongreymouth 017 20100103_nelsongreymouth 019 Erst sah ich nur den Nebel über den Berggipfeln hängen, dann fing der Regen ganz langsam an und irgendwann goss es wie aus Kübeln. Da kam vielleicht was runter. Ich dachte noch “wie gut, dass es jetzt wenigstens nicht auch noch windet”, da kam gleich hinter der Biegung eine riesige Wasserlache, die soviel Wasser beinhaltete, dass ich mir zu Hause in Deutschland damit die Badewanne hätte füllen können. Das Wasser war tatsächlich so tief, dass meine Reifen bis zur Hälfte beim Durchfahren damit bedeckt waren. Dass der Camper nicht ins Schwimmen geriet, war ein Wunder. Die Küstenstraße ging dann in eine Passstraße über, bei der ganze Wassermassen von den Überhängen in Fluten von oben herunter stürzten, wie bei einem Wasserrohrbruch. Leider konnte ich an den Stellen nicht halten, sonst hätte ich davon noch ein paar Fotos gemacht. Aber mit den Fluten kamen dann auch Teile der Felsen beziehungsweise Erde, die an den Felsen hing, herunter, die dann die Straße versperrten. Da musste ich dann sowieso kurz anhalten und habe das gleich geknipst. Wenn nicht die Streckenfahrzeuge unterwegs gewesen wären und die Stellen sofort geräumt oder beschildert hätten, dann wäre ich vielleicht nicht mehr weitergefahren. Aber so, kam ich mir halbwegs sicher vor. In Westport ging ich nur kurz in einen Supermarkt, um mir Brot für das Abendessen zu besorgen. Danach fuhr ich aber gleich weiter. Die kleineren Nebenstrecken waren ab da bereits mit Wasser überschwemmt. In Deutschland hätte man bei einem solchen Wetter wahrscheinlich gleich eine Unwetterwarnung herausgegeben und die Strecke komplett gesperrt. Eigentlich hätte ich mir zu gern die Pancake Rocks angeschaut, die mir das nette Ehepaar vom letzten Campground empfohlen hatten, aber das schreckliche Wetter trieb mich direkt weiter. Was soll ich da, wo es so extremes Wetter hat. Aber das scheint an der Westküste normal zu sein. Nach über sechs Stunden Fahrt bin ich dann endlich hier in Greymouth gelandet und hab mir als erstes einen sturmfesten Regenschirm gekauft. Daheim hatte ich noch überlegt, ob ich mir den Knirps einpack, aber dann dachte ich “wozu?”. Es wird doch dort Sommer sein. Jetzt weiß ich es auch besser. Danach hab ich mir den nächst besten “Kiwi Holiday Park” gesucht. Wie gut, dass das i-Site in Greymouth denselben Eingang hat, wie das anliegende Kino. Somit war der Prospekte Stand noch zugänglich, trotz dem das i-Site schon geschlossen hatte. Der Campingplatz war dann auch schnell gefunden. Als erstes habe ich mir einen Tee gekocht und nach einem ausgiebigen Abendessen in meinem kleinen SLAB liege ich nun hier, eingemummelt in Leggings, T-Shirt und Fleece in meinem Schlafsack, der angeblich bis +8 Grad warm halten soll. Nun hoffe ich, dass ich heute Nacht nicht allzu sehr frieren muss, denn das Wetter scheint noch eine Weile so zu bleiben. Das Meer ist jedenfalls noch sehr aktiv. Das kann ich von hier aus hören.

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