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Kauaeranga Valley
Dezember 29th, 2009 by DieDiplomandin

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Das Kauaeranga Valley ist eine Schneise eingebettet im südlichen Teil des Coromandel Peninsula Forest Parks und ist vor allem für seine Rata-, Rimu- und Kauri-Baumbestände bekannt. Die Gravel Road bringt Fahrzeuge bis zum Fuße des Table Mountains. Ab hier führen dann nur noch Wanderpfade durch das Valley hoch zu den Pinnacles, die mit knapp 760m zwar nicht besonders hoch sind, jedoch hoch genug, um einen wunderschönen Ausblick auf das Valley zu bieten. Es heißt auch, dass hier die schönsten Wanderwege von ganz Coromandel zu finden sind. Die Pinnacles Hut ist übrigens die einzige DOC-Hütte, die es auf Coromandel gibt. Bei Vorausbuchung kann man dort für ca. 8 Euro übernachten.  Es gibt noch ein Basecamp in der Nähe des Hydro Camp in über 700m Höhe, das aus einer weichen geebneten Wiese und einem Toilettenhäuschen besteht. Der Billygoat Circuit-Wanderweg führt durch die Geschichte der Billygoat Tramline, die irgendwann um 1880 von Holzfällern entwickelt wurde, um die riesigen Kauri-Bäume zu fällen, in den Billygoat-Basins zu reinigen, in transportable Teile zu spalten und mittels maschinenbetriebenen Seilwinden aus den Wäldern zum Fluß hinab zu transportieren. Dazu errichteten sie eigens eine kilometerlange Gleislinie, auf der die Transportwägen von maschinenbetriebenen Seilwinden hin und her gezogen werden konnten.

Der Weg ist das Ziel

2009122829_Coromandel 003 Nach der gebührenlosen Nacht auf dem Parkplatz weckte mich Irene, wie versprochen, um sieben Uhr. Der Plan war der, nach einer kurzen Morgentoilette bis ans Ende der Gravel Road zu fahren, dort ein kleines Frühstück einzunehmen und anschließend die Tour gemeinsam zur Pinnacles Hut zu starten. Gesagt, getan. Der Walk begann mit einer atemberaubenden “Swinging Bridge”, die ich bisher nur aus dem Hochseilgarten kannte. Diese Swinging Bridges begegneten uns noch des Öfteren, wenn es darum ging den Fluß zu überqueren. Sie stellen die Alternative, wenn der Fluß Hochwasser führt und er nicht ohne weiteres zu überqueren ist. Da uns die Brücken aber soviel Spaß machten, nahmen wir den kleinen Umweg gerne in Kauf.

2009122829_Coromandel 008 Nach der Brücke folgte ein langer, stetig bergauf führender Weg durch eine unbeschreibliche Natur. Und während die anderen, alle recht sportlich, den Berg hinauf spradelten, schnaufte ich ziemlich hinterher. Ein paar Kilometer vor dem Hydro Camp beschloss der Familienrat uns aufzuteilen, so dass Irene zusammen mit mir “nur” den Billygoat Circuit und der Rest der Familie die Pinnacles Hut zusätzlich angingen. Der folgende Weg war zwar weiterhin recht anstrengend, aber die Natur rundherum einfach einmalig und sehr abwechslungsreich. Nebenbei konnte ich noch mein Englisch bei intensiver Konversation mit Irene praktizieren. Wir gingen Ewigkeiten bergauf und erreichten dann auch irgendwann das Hydro Camp und schließlich auch den Punkt mit der Wahnsinns Aussicht auf das Valley. Ab da ging es beinah nur noch bergab, was nach einer einiger Zeit beinah genauso anstrengend war und ganz schön auf die Knie ging.

 

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Teilweise waren die Wege wirklich klasse gemacht, teilweise waren sie aber auch sehr schlüpfrig, so dass Irene einmal beinah das Gleichgewicht verloren hätte. Danach rätselten wir, was man hätte tun können. Netz gab es in dem Valley nämlich keines und wenn, welche Nummer hätte man anrufen sollen? In Australien wählt man für den Notdienst wohl dreimal die Null, also 000, in Deutschland 110, aber auf Neuseeland? Das ist ein Aspekt, den man immer wieder vergisst, wenn man solche Aktionen startet. Aber es ist zum Glück nichts weiter passiert. Dreimal die eins, also 111 lautet auf Neuseeland die Notrufnummer, die ich mittlerweile nachgeschlagen habe.

Insgesamt waren wir an dem Tag 6 Stunden unterwegs, was ich danach am ganzen Körper spürte. Aber es war total klasse und hat viel Spaß gemacht. Daher bin ich happy, dass Irene die tolle Idee hatte mich dort hinauf mitzunehmen. Allein hätte ich die Tour sicherlich nicht gemacht.

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