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Wer die Wahl hat …
Dezember 18th, 2009 by DieDiplomandin

Whakatanes Bibliothek

Leider gab es auf dem Campingplatz in Ohope kein Wifi bzw. Internet. Daher musste eine alternative Möglichkeit gefunden werden, um die letzten Beiträge ins Netz zu bringen. Vor ein paar Tagen hatte mir eine nette MC-Mitarbeiterin, auf meine Anfrage nach einem Internet-Accesspoint, geraten, in die Städtische Bibliothek zu gehen. Dort gäbe es kostenlosen Zugang für jedermann. Daran hatte ich mich wieder erinnert und fragte in der Mini-Bbiliothek in Ohope nach. Tatsächlich hatten die dort in der ein Wohnzimmer großen Library sogar einen Computer stehen, aber nach WLAN-Anschluss sah das nicht gerade aus. Die nette Bibliothekarin erklärte mir dann aber den Weg zu der größeren Bibliothek in Whakatane, direkt im District Council Department. Und da war ich dann schließlich. Ein wirklich nette Bibliothek mit noch netteren Mitarbeitern. Dort im klimatisierten Raum lies es sich natürlich prima surfen und bloggen. Ich wäre sicherlich auch gern in Whakatane geblieben, schon allein wegen der Bibliothek, aber da ich noch etwas von Northland sehen wollte, zog es mich weiter.

Mount Maunganui

Mittlerweile hatte ich festgestellt, dass es wesentlich entspannter und urlaubsgeeigneter ist, am Nachmittag spätestens einen Campingplatz aufzusuchen und dort das Lager aufzuschlagen, als bis abends weiter zu fahren und erst kurz vor Einbruch der Dunkelheit irgendeinen Platz zu wählen. Tauranga lag auf dem Weg und das i-Site-Schild kam mir gerade gelegen. i-Sites sind die Touri-Informationszentren und helfen einem eigentlich bei allem. Dort empfahl man mir drei Campingplätze, von denen einer am rechten Ende, einer in der Mitte und einer am linken Ende der Strandpromenade lag.  Der am linken Ende liegt direkt am Mount Maunganui. Auf meine Frage, wie hoch denn der Mount Maunganui sei, sagte man mir ca. 260 Meter hoch. Wow, dachte ich. Ein Hügel und dann noch so ein berühmter. So ähnlich wie der Lauterberg im Karlsruher Stadtgarten. Dann nichts wie hin. Das dachten sich viele andere auch, denn an der Rezeption standen so viele Autos Schlange, dass ich im Kreisverkehr stehen bleiben musste. Daraufhin beschloss ich zu parken und mir die Sache erst mal zu Fuß anzuschauen. Kurz vor der Rezeption machte ich aber sofort wieder kehrt, da mir dort die Preisliste ins Auge sprang. 50 NZD, also 25.-Euro für einen Standplatz pro Nacht. Die haben wohl nen Knall, schoss es mir durch den Kopf. Von weiten sah ich dann noch die Steigung, an der die Camper und PKW’s sich auf den Mount Maunganui hochdrängelten, um noch ein Plätzchen mit Aussicht zu ergattern. Nein, das musste wirklich nicht sein. Dann lieber noch etwas fahren. Aber zuvor fuhr ich noch zum zweiten Campingplatz. Das sollte schließlich einer aus der Kiwi Holiday Parks-Kette sein, wo ich 10% bekommen könnte. Dort nachgefragt, wurde mir der Platz für 34.-NZD, also auch noch 17.- Euro angeboten. Der Typ meinte, dass der Preis am nächsten Tag bei 44.-NZD liegen wird, weil es auf Weihnachten zugeht. Das wäre jetzt noch direkt ein Schnäppchen. Aber nicht für mich. 

Also fuhr ich weiter und überlegte, ob ich nicht einfach irgendwo mal wild campen sollte. Da sah ich auch schon ein paar von den Wildcampern stehen, aber ich sah auch gleichzeitig die Bahnlinie, die parallel zu der Campsite verlief und das gefiel mir dann doch nicht so. Nach zehn Minuten weiterer Fahrt sah ich dann auch den Zug, der bei den Campern kurz darauf vorbeirasseln würde. War schon ungeheuer laut. Und man weiß nicht, wie viele solcher Züge da in der Nacht vorbeikommen. Also, fuhr ich weiter.


Markt in Katikati

Katikati ist ein kleiner Ort mit einer Kurve auf einem Hügel. Als ich diese gerade durchfuhr, sah ich einen Markt auf einer Wiese direkt neben der Straße und gleichzeitig auch ein Schild, das freies Camping bedeutete. Auf dem Schild am Campsite stand auch, dass bis zu 2 Nächte sogar erlaubt seien und ein paar Regeln, die man beachten sollte. Außerdem gab es extra für die Camper ein Brunnenbecken mit Wasserhahn. Prima, dachte ich. Was will ich mehr. Erst auf den Markt, frische Lebensmittel einkaufen, dann lecker kochen und dann noch kostenfrei und ruhig schlafen. Genau in dieser Reihenfolge. Nach ungefähr fünfmal hin und her rangieren, hatte ich den Camper endlich in eine ebene Position gebracht, so dass ich die Nacht nicht von der Matratze rutschen müsste. Als ich gerade ausstieg, standen da so ein paar, sagen wir mal, Gangsterrapper. Der eine beobachtete mich, als ich aus dem Camper hüpfte. Die anderen beiden standen mit dem Rücken zu mir. Irgendwie gefiel mir das aber überhaupt nicht. Trotzdem ging ich zu dem Markt und schaute mir die Leckereien dort an, die die Einheimischen engagiert anpriesen. Überall konnte man probieren. Leckere Bratwurst aus Hühnchen Fleisch, selbstgebackenes Brot, geräucherter Fisch, frisch zubereitete Pizza im fahrbaren Holzofen, und vieles mehr. Aber irgendwie war ich unruhig und ich beschloss nichts zu kaufen, sondern direkt weiterzufahren. Schließlich möchte ich hier keine schlechten Erfahrungen sammeln. Mit der Paranoia  im Gepäck suchte ich das Weite und ärgerte mich, dass ich mich nicht zu den anderen Wildcampern beim Bahngleis dazugesellt hatte. 

Wellness und Camping in Athenree

20091219_Waihi 014 Irgendwann, es war schon nach 18:00Uhr sah ich ein großes Schild am Highway, auf dem ein Holiday Park in Athenree angekündigt wurde und zwar mit Hot Springs & Pool. man musste durch ein Wohngebiet bis beinah ans Ende einer Sackgasse. Dort grenzte ein kleiner Park und eine Promenade an, die ein Ausläufer vom anliegenden Meer zu sein schien. Alles top gepflegt, jedenfalls. Kurz darauf hatte ich den Camper geparkt und wurde von dem nettesten Campingplatz-Rezeptionisten herumgeführt, den ich bisher getroffen hatte. Ein smarter, blonder Typ, mit einem strahlenden Lachen und sehr sympathisch. Umgerechnet 10.-Euro, also Standardpreis, dafür mit heißen Thermalpools, und das ganze Programm, sollte eine Nacht für mich und den Camper kosten. Der nette Blonde erklärte mir, dass man 1997 bei 220 Meter Bohrtiefe auf das Thermalwasser gestoßen sei. Daraufhin wurde das kleine Thermalbad mit zwei Becken gebaut und später die angrenzenden Wiesengrundstücke zum Campingplatz erschlossen. Das Wasser hat in dem größeren Pool eine Temperatur von 35 und in dem kleineren Pool von 40 Grad Celsius. Der Eintritt nur für das Thermalbad kostet übrigens 7 NZD, also 3,50 Euro.

Ich war sehr überrascht über das Glück, das ich am späten Abend noch hatte. Der Pool war eine Wohltat, die Duschen sehr angenehm, ohne Zeitbeschränkung, und die Küche einfach klasse. Dort gab es alles, was das Camperherz begehrt. Sogar Spülmittel und kleine Minihandtücher für die Hände. Alles war pikobello. Klein, aber fein. Mein Camper stand auf einer ebenen Fläche, hatte Strom und – oh Wunder – es kam endlich mal Wasser aus meinem Wasserhahn. Daraus schließe ich, dass die Batterie die ganze Zeit noch nicht komplett aufgeladen war. Sonst hätte das mal vorher funktioniert. Bin eben Camper-Beginners und noch kein Profi.

20091219_Waihi 015 20091219_Waihi 010Auf dem Campingplatz war einfach alles perfekt. Was mir auch sehr gut gefiel, dass auf der Toilette die ganze Nacht Radio lief. Das lockerte alles ein wenig auf. Athenree liegt nicht unweit vom Waihi Beach entfernt. Ich hätte also auch noch an den Strand fahren können, aber die Thermal Pools waren mir lieber. Nach dem Pool und einem leckeren Essen, ging ich noch eine Runde an der kleinen Promenade spazieren.

weiterführende Artikel zu diesem Thema:

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