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Sheepsafari im Ambury Regional Park
Dezember 13th, 2009 by DieDiplomandin

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Nach der kurzen Nacht, chauffierte mich der nette Portier vom Best Western direkt zur Autovermietung, wo ich endlich mein SLAB-Mobil in Empfang nehmen konnte. Es sieht genauso aus, wie im Internet präsentiert und ist meiner Meinung nach ideal für eine Person. Zwei hätten sicherlich auch bequem darin Platz. Sogar eine Bettmöglichkeit unterm Dach ist gegeben. Nach einem kurzen Außencheck fielen mir die 3 ziemlich abgefahrenen Reifen auf, so dass ich auf ein anderes Fahrzeug bestand. Zufälligerweise war der Mitarbeiter selbst Deutscher und hatte Verständnis. Der Austausch lief problemlos und ich bekam ein Fahrzeug mit neueren Reifen. Der Mitarbeiter erklärte mir dann noch wo man Benzin nachfüllt und wie man das Bett aufbaut. Auf meine Anfrage wo es denn in der Nähe einen Campingplatz gäbe, überlegte er kurz und empfahl mir dann den Ambury Regional Park, der auch eine Camping-Möglichkeit anbieten würde. Wäre sehr idyllisch gelegen und ganz in der Nähe. Angesichts der Zeitumstellung, der letzten kurzen Nacht und der Aufregung zwecks Linksverkehr, neues Fahrzeug, ungewohnte Fahrzeugart, etc., klang das in meinen Ohren wie die Erlösung.

Ambury Regional Park

20091312_Ambery 012 Der Ambury Regional Park steht wohl in keinem deutschen Neuseeland Reiseführer, obowhl er ideal für Neuseeland-Einsteiger, wie mich, ist. Er liegt wirklich nur 5 Minuten vom Flughafen weg, hinter einem Hügel und ist ganz leicht zu finden. Bei dem Park handelt sich um historisches Gelände, wo heute eine Schafszucht für Schulzwecke und zur Naherholung geführt wird. Es gibt ein großzügig angelegtes Campinggelände, eigentlich eine Wiese oder besser, eine Weide. Außer mir stehen hier noch etwas 8-10 andere Camper rum, jeder wo er mag. Gezahlt habe ich für die Nacht ca. 5.-Euro. Die Rangerin war voll nett und hat mir all meine Fragen beantwortet. Auch wo ich noch was einkaufen kann. Bei einem Inder habe ich dann ein paar Lebensmittel eingekauft und bin auf direkten Wege wieder hergefahren. Das Fahren klappt schon ganz gut, wenn auch die Gangschaltung etwas ausgeleiert zu sein scheint. Da haben schon viele Leute “rumgerührt”. Eine Kurve hab ich mal zu eng genommen, da sind mir die Räder irgendwie weggerutscht, aber ansonsten bin ich doch sehr zuversichtlich, dass ich mich an diese Linke Sache gewöhnen könnte.

 

Sheepsafari

Jetzt bin ich aber noch hier und genieße diese Ruhe. Man hört nichts, außer dem Wind, unbekanntes, exotisches Vogelgezwitscher, fressende Schafe und Kühe. Echt der Hammer! Kein Auto, kein Flugzeug, nichts. Das Campinggelände liegt etwas abseits von dem Park, so dass hier auch keine anderen Besucher herkommen. Hier sind nur die Camper und eine Menge Schafe. Die sind etwas scheu und daher kann man sie prima aus dem Inneren des Campers beobachten. Allerdings tun die nicht anderes, als fressen. Und das immer in kleinen Grüppchen. Da grasen sie dann an  einer Fläche rum und machen dann wieder zwei Schritte vorwärts, um dann das nächste Fleckchen abzugrasen. Während die Schafe das Gras mehr abnagen, reisen die großen Kühe bzw. Rindviecher ganze Büschel aus. Das macht dann einen anderen Ton. Wirklich witzig, hier so auf dem Land.


In dem Park sind einige Familien auf Sonntagausflug unterwegs und schauen sich Schafzuchtstallungen an. Größere Gruppen haben die Küche auf dem Gelände gemietet, wo sie ihre Salate für die Barbeques vorbereiten. Es gibt Grillstationen, wo die Leute grillen und futtern können. Tja und ich, ich sitze hier bei Weißbrot und Tomaten und habe keine Ahnung warum mein Gasherd nicht anspringt. Wahrscheinlich ist kein Gas vorhanden. Aber wo füllt man das Gas nach? Dasselbe Problem beim Wasserhahn. Die Pumpe springt zwar an, wenn man den Hahn aufdreht, aber es kommt kein Wasser raus. Aber an dem Auto gibt es absolut keine Hinweise, wo man die beiden nachfüllt und es gibt keine Anleitung, in der ich das mal nachlesen kann.

20091312_Ambery 009 Macht aber nichts. Wollte sowieso mal ein paar Tage abspecken. Ansonsten bin ich von dem Camper maßlos begeistert. Er war bereits sauber geputzt und ist mit grünen Vorhängen ausgestattet, hat Oberlichter, die jeweils zur Hälfte mit Fliegengitter versehen sind, so dass hierüber für frische Luft gesorgt ist. Innen ist der Camper wirklich geräumig und es gibt einen Menge Stauraum. Das Bett kann ich somit immer aufgebaut lassen. Einen Tisch und einen Campingstuhl habe ich mir zusätzlich noch ausgeliehen. Im Moment habe ichs mir im Camper gemütlich gemacht, da draußen die Sonne sehr stark scheint. Mein Sonnenbrand lässt nach den letzten Tagen keine weitere Sonne mehr zu. Mein Rücken sieht aus als ob man ein Bügeleisen drauf liegen gelassen hätte und meine Arme strahlen so viel Wärme ab, dass ich damit den Camper locker beheizen kann.

Apropo Nacht. Eigentlich könnte ich jetzt schlafen. Ist zwar erst sieben, aber es ist sooo gemütlich hier drin und ich bin schon wieder so müde.

 

Nachtrag

Als ich nochmal kurz raus musste, war ich doch sehr überrascht, dass da ein Camper derselben Sorte stand, also genau dasselbe Modell, desselben Vermieters und dann noch direkt vor mich geparkt, wo doch so viel Freifläche zur Verfügung stand. Beim näheren Hinsehen, sah ich im Heckfenster dann das Titelblatt der Süddeutschen Zeitung kleben. Das war für mich natürlich geradezu die reine Aufforderung, da mal Hallo zusagen. Tja, und so ergab es sich, dass ich gestern Abend noch ein reizendes Ehepaar aus München kennengelernt habe. Die beiden sind wohl ständig auf Reisen und immer mit Campern. So dass mir der Mann gleich alles an dem Camper erklären konnte. Zwar spät, aber dann doch noch, kam ich zu meinem Rührei und es war am Ende wieder nach Mitternacht, bis ich das Licht ausknipste.

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