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Anreise
Dezember 9th, 2009 by DieDiplomandin

Jetzt geht’s los

Nachdem ich die letzte Nacht meinen Koffer ungefähr 100 mal ein- und wieder ausgepackt habe, um irgendwann nachts um halb zwei frustriert festzustellen, dass der Koffer einfach nicht größer werden will, habe ich mich schließlich damit abgefunden, dass ich die Hälfte meiner Kosmetikartikel nicht mitnehmen kann. Dabei wären sie wirklich wichtig gewesen. Aber was solls. Ich muss im Outback nicht unbedingt nach Parfüm riechen und brauche dort auch keine Tages- und Nachtcreme. Wozu auch eine Flasche Desinfektionsmittel mitnehmen. Obwohl es schon besser ist, immer eine Flasche dabei zu haben. Wenn ich nämlich kein Desinfektionsmittel dabei habe, brauche ich garantiert welches.Wobei es jedes Mal eine Herausforderung ist, genau das Desinfektionsmittel aus den Angeboten in den Apotheken bzw. Drugstores herauszufinden, das nicht brennt, wenn man damit handtellergroße Schürfwunden (die passieren einfach, wenn man auf Felsen herum kraxelt) säubern muss. Egal, kann man alles auch dort kaufen. Kostet nur eben wieder zusätzlich Geld.

Nach der kurzen Nacht ging es dann heute Mittag mit unserem hauseigenen Flughafenshuttle (mit meinem Mitbewohner als Fahrer) los. Extra früh gestartet, blieb natürlich der erwartete Stau komplett aus, so dass wir die Zeit am Flughafen damit verbrachten, das zum Abflugterminal am nächsten liegende Parkhaus zu ermitteln. Dort lies er mich sodann zurück, wo ich nun sitze, bei einem Liter Coke und auf den Abflug warte. Neben mir hat sich schon die erste Reisegruppe enttarnt, als sie sich für ein Gruppenfoto aufstellten. Vier Burschen im besten Alter auf ihrer “5 weeks Chaos-tour 2009/2010”. Haben sich extra T-Shirts drucken lassen, wo auf der Rückseite die Route abgebildet ist. So, wie es ausschaut, wollen die vier Australien entdecken und planen einen Zickzackkurs quer durch den Kontinent. Ansonsten befinden sich hier eine Menge Passagiere mit Ziel Seoul, mein erstes Etappenziel.

Mal zusammenpacken, jetzt gehts gleich los.

12 Stunden später, Asiana Airlines und Incheon

Asiana Airlines Entertainment-Programm

Asiana Airlines Entertainment-Programm

Es lebe Asiana Airline! Die Airline ist wirklich ihre Sterne wert und kann ich mit ruhigen Gewissen empfehlen. Der Service war erstklassig, die Mahlzeiten, bei denen man immer zwischen mindestens 2 verschiedenen Menüs,koreanisch oder international, wählen kann, sehr üppig, der Sitzkomfort, wie bei Lufthansa. Das Entertainment-Programm wirklich umfangreich. Die sanitären Anlagen tipp-topp. Es wird sogar an Zahnbürste, Gesichtcremes und AfterShave gedacht. Alles in allem, die beste Wahl, meiner Meinung nach, für eine Langstreckenflug zum guten Preis/Leistungsverhältnis. Obwohl ich drei Sitze für mich hatte, konnte ich aber leider nicht schlafen. Lag wohl an der Aufregung. So dass ich schon sehr übermüdet war, als wir in Incheon, Seouls internationalem Flughafen, zwischenlandeten und ich 7 Stunden Aufenthalt hatte.

Free Culture Events am Flughafen Incheon

Free Culture Events am Flughafen


Auf dem Flughafen, der eine übersichtliche Struktur hat, gibt es eine Menge Shops, die sich alle paar Meter wiederholen, free Events (wie auf dem Foto), wo die Kultur von Korea vorgestellt wird, einige Lounges für Clubmitglieder, aber auch öffentlich zugängliche Lounges. Gegen Vorlage der Clubmitgliedskarte beziehungsweise gegen eine Gebühr kann man deren Relaxzonen, Gepäckaufbewahrung, Internetzugang/Wifi nutzen und sogar Getränke und Speisen genießen. Beispielsweise die HUB-Lounge, die Transferreisenden für derzeit nur 21 USD einen all inclusive-Aufenthalt anbietet. Vielleicht hätte ich das einfach machen sollen. Alternativ hätte ich auch eine Stadtrundfahrt in Seoul machen können. Die Stadtrundfahrten starten nämlich direkt ab dem Flughafen und gibt es in unterschiedlichen Längen mit verschiedenen Schwerpunkten. Die kürzeste Runde führt zum Beispiel zum Yonggunsa Tempel, dauert eine Stunde und kostet gerade mal 2,50 USD (nur für Transitreisenden, Angebot im Dezember 2009, täglich zw. 09:00 und 16:00Uhr). Anmelden muss man sich am Transit-Schalter. Aber da ich sooo müde war, konnte mich auch dieses einmalige Angebot nicht locken. Mein Bauch trieb mich dann eher zu den Foodcourts, wo ich wieder eine riesige kulinarische Auswahl fand. Weil ich aber schon zum Frühstück im Flieger koreanisches Frühstück (Seafood mit Reis) hatte, zog mich der koreanische Burger King aus mir nicht erklärlichen Gründen dieses Mal mehr an. Und siehe da, so ein koreanischer Wopper schmeckt einfach vorzüglich. Super frische Zutaten, wie Zwiebelchen, Tomaten und Salat darauf bin ich nicht gewohnt. Nur die Pommes schmecken bei uns besser.

Nach dem Mahl zog mich mein Instinkt zu den wellenförmigen Liegen auf der Empore vor der HUB-Lounge, wo ich mich ein wenig bei einem kleinen Nickerchen erholen konnte.

28 Stunden später, Zweite Etappe und Ankunft in Sydney

Wieder hatte ich Glück und eine komplette Sitzreihe für mich. Und wieder war der Komfort im Asiana Airlines-Flieger klasse. Dieses Mal konnte ich sogar schlafen, so dass ich nach weiteren 9 Stunden Flug ein wenig ausgeruhter in Sydney morgens um 08:15 Uhr ankam.

Sydney Skyline morgens um acht beim Landeanflug

Sydney Skyline morgens um acht beim Landeanflug

In Sydney war es um diese Zeit am Flughafen proppe voll. Bei der Passportkontrolle stellte mein Pass mit dem  elektronischen Chip die Chiefs vor eine Leseprobe. Anscheinend konnten deren Geräte den Chip nicht einlesen. Dann kam endlich ein Offizer, der von sich meinte, er hätte ein super Lesegerät, mit dem er auch meinen Pass lesen könne. Prima, der Tag war gerettet und ich reihte mich weiter an der Quarantäne-Schlange ein. Blöderweise hatte ich auf dem Deklarationsformular bei “Soil” ein YES-Kreuzchen gemacht, weil ich etwas Erde (?) an meinen Trekkingschuhen hatte und ehrlich vorgehen wollte. War aber auch kein Problem, solange man die Dinge dort meldet. Eigentlich hätte ich dann die Nußmischung, die ich im Rucksack hatte, dort auch anmelden können, aber ich hatte Angst, dass sie mir dann weggenommen werden. (witzig, erinnert mich gerade an den ICE-Age-Film, den ich mir im Flieger angeschaut hab). Zoll bzw. Passportkontrolle alles ok, in Sydney. Die Leute dort machen einem jedenfalls keine Angst, so wie in den Staaten. Nein, im Gegenteil. Die Zöllner waren super nett und sogar zum flirten aufgelegt.

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