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Angekommen
Dezember 9th, 2009 by DieDiplomandin

Am Flughafen angekommen, buchte ich ein Shuttle, das mich für 39.- AUD direkt zum Hostel in Collaroy fuhr. Die Fahrt dorthin schien ewig lang zu sein, trotzdem der Fahrer fuhr, wie Schuhmacher persönlich auf der Teststrecke. Erst durch den dichten Verkehr am Rande von Sydney durch, dann über die Harbour Bridge, durch Manly und dann kam endlich nach knapp 1,5 Stunden Fahrt auch Collaroy Beach. Ursprünglich hatte ich das YHA in Bondi Beach reserviert, aber das war dann doch schon ausgebucht. Somit bin ich nun hier, ziemlich ab vom Schuß, aber dafür direkt am Meer. Die Luft ist einfach super hier und das Klima fantastisch. Immer weht ein leichter Wind und es ist gefühlte 25 Grad Celsius.

Das Collaroy Beachhouse YHA

IMGP4619Das Sydney Beachhouse von Collaroy liegt in einer ruhigen Seitenstraße unweit der viel befahrenen Hauptstraße. Dennoch ist es erstaunlich ruhig. Mein Zimmer im Backpacker ist nicht besonders spektakulär. Es verfügt über Klimaanlage, die zentral gesteuert wird, aber immer ideal eingestellt ist. Es gibt ein Stockbett, wobei das untere Bett ca. 1,20 m breit ist. Die Matratze ist erstaunlich bequem und nicht zu weich. Der Boden verfügt über Teppichboden, der unter dem Bett immer filziger und ekliger wird. Mein abendliches Ableuchten unterm Bett dient nur der Überprüfung auf Kakerlaken, die in Australien so üblich sind, und eigentlich nicht dem Zimmercheck. Außerdem gibt es vier große Schrankfächer, die jeweils mit Schloß versehen werden können. Das Zimmer ist schattig gelegen, direkt schräg gegenüber dem Gemeinschaftsbad, das über 4 geräumige Duschen, 4 Toiletten und 2 Waschbecken verfügt und bemerkenswert sauber ist. Allerdings geht nach 10 Minuten duschen die Hälfte der Beleuchtung automatisch aus, was ich bei meinem ersten Duschgang überraschenderweise feststellen musste. Klar, Australien ist eines der wasserärmsten Länder der Welt und da sollten auch wasserverwöhnte Europäerinnen, wie ich, etwas sparsamer damit umgehen. Etwas gewöhnungsbedürftig ist der Zimmerschlüssel, nämlich eine Magnetkarte, die auch dem Zugang zum Bad dient. Es ist mir schon passiert, dass ich die orangefarbene Internet-Karte mit der orangefarbenen Zimmerkarte verwechselt hatte und im Handtuch auf dem Gang stand. Wie gut dass die Mädels an der Rezeption noch da waren. Ansonsten bietet das Hostel noch kostenfreien Surfbrett-und Fahrrad-Verleih an. Der Pool im ersten Stockwerk wird, glaube ich, nur von Partypeoples genutzt. Jedenfalls habe ich noch keinen drin sitzen sehen.

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10122009 003Außerdem gibt es im oberen Stockwerk eine offene Küche mit mehreren Gasherden und sonstigem Küchen-Equipment. Man erhält gegen ein Pfand von 10.-AUD eine Tasche gefüllt mit einem großen Teller, einer Müsli-Schale, einer Tasse, sowie Besteck für eine Person. Das Geschirr schien noch vom Vorgänger benutzt, was der Not aber keinen Abbruch tat. Spülmittel und –Lappen stehen ebenfalls frei zur Verfügung, so wie auch Tee (klar, Jugendherberge) und kochend heißes Wasser. In der Küche gibt es auch Regale mit einzelnen Fächern, wo man seine persönlichen Küchenutensilien deponieren kann. Im Kühlhaus gibt es zusätzlich noch vergitterte Fächer, die man ebenfalls wieder mit einem Vorhängeschloss versehen kann, wenn man sicher sein möchte, dass am Abend noch alles da ist, was man dort hineingetan hat. Außer den Lebensmitteln der Bewohner scheinen aber auch noch andere Tierchen im Kühlhaus zu leben. Zunächst dachte ich an Kakerlaken, als dort etwas schnell über den Gang huschte. Aber irgendwie war ich mir dann doch sicher, dass es sich eher um einen Mini-Gecko handelte. Wie auch immer, ich muss dieses Kühlhaus nicht unbedingt nochmal betreten.

Collaroy Beach


Der Strand von Collaroy ist ein reines Surferparadies. Der Strand scheint kilometerlang zu sein, mit grobkörnigen gelben Sand und einer starken Brandung. IMGP4625

IMGP4643_thumbBaden kann man hier aber auch prima in den öffentlichen Meeresschwimmbecken. Hier gibt es sowohl Kinder- als auch Schwimmerbecken mit einer maximalen Tiefe von 1,80m. So ein Meeresschwimmbecken ist eine praktische Sache: zum Beispiel braucht man sich keine Sorge wegen spitzer Steinen zu machen, es gibt keine Algen und keine Strömung, die einen hinaus ins offene Meer ziehen könnte, und es gibt keine Meeresbewohner, die einen ins Bein beißen könnten. Ich fand mein erstes erquickendes Erlebnis darin jedenfalls klasse und werde dieses auch jeden Tag  weiter genießen.

20091211_Collaroy 002 Collaroy selbst ist ein Nest, in dem es vorwiegend schicke Ferien-Villen und –Appartments gibt. Ein paar Shops zieren die Hauptstraße, die mehr dem Durchgangsverkehr dient. Aber es gibt von allem das Nötigste, wie Zeitschriftenläden, ein paar Surfshops, Cafes, Restaurants, ein Cinema, einen Club und noch ein paar kleinere Fastfoodrestaurants.

Das größte Gelände in Collaroy nimmt wohl der Golfplatz ein, durch den ich bisher nur mit dem Fahrrad gefahren bin. Irgendwie ist mir zur Zeit einfach nicht nach golfen.

Summa sumarum gibts eigentlich nicht viel zu Collaroy zu sagen, da es hier einfach nichts weiter gibt. Am besten ist man hier wohl mit dem Auto unterwegs, da es zudem auch noch recht hügelig ist. Fahrradwege gibt es hier ebenfalls keine, so dass man mit der viel befahrenen Hauptstraße Vorlieb nehmen muss, um vorwärts zu kommen. Mir war der Verkehr dann nach ein paar Kilometern einfach zu nervig, so dass ich das Fahrrad und den Helm gleich wieder im Hostel zurückgegeben und den Bus genommen hab.

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