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In einer Woche zum Mopedführerschein 7/7
Juli 3rd, 2009 by DieDiplomandin

bikersschoolwebPraktische Prüfung

Nach einer beinah schlaflosen Nacht wurde ich um 06:30Uhr abgeholt und zum Übungsgelände gebracht. Mein Puls stieg sekündlich. Dort angekommen, war eigentlich alles wie gehabt. Kegel aufbauen, warm fahren. Dann hatte ich ca. 10 Minuten für mich, um meine Nervositität wegzuzaubern. Detlef holte den Prüfer vom Tor ab. Als die beiden zurück waren, gab es eine kurze Vorstellungsrunde, danach kam auch gleich seine erste Frage: „Zeigen Sie mir doch bitte mal am Motorrad, wo man das Fernlicht einschaltet“. Und als nächste Frage: „Woran erkennt man, dass das Fernlicht eingeschaltet ist?“ Prima, zwei sehr wichtige Fragen, aber natürlich kein Problem, wenn man schon mal Motorrad bei Nacht gefahren ist. Anschließend sollte ich Stop-and-Go fahren und danach die Gefahrenbremsung machen und daraufhin den langsamen Slalom (langsamen Walzer) fahren. Danach den schnellen Slalom (Foxtrott) und dann Ausweichen mit vorher Bremsen. Und am Schluß dann noch Ausweichen ohne Abbremsen.

Der zweite Teil der praktischen Prüfung fand im öffentlichen Straßenverkehr statt. Was soll ich da lang erzählen: Einfach ein wenig rumfahren war da angesagt. Mal über Land, mal durch Ortschaften, mal durch die Kleinstadt. Des öfteren Abbiegen. Soviel biege ich bei keiner normalen Fahrt ab, dachte ich mir noch. Autobahn wurde nicht angesprochen, was ich doch sehr schade fand.

Nach etwa einer dreiviertel Stunde ab zum TÜV, wo wir vor einem Gebäude anhielten. Mein erster Gedanke: Bestanden, bestanden,… Als ich noch den Helm aufhatte, verfinsterte sich das Gesicht des anfänglich so nett aussehenden Prüfers auf einmal und er meinte: „Das mit dem nach links umschauen gefällt mir bei ihnen gar nicht.“ Pause – Schweigen. Hmm. Dann weiter: „So geht das nicht im Straßenverkehr. Da war ein Radweg und sie haben beim Abbiegen sich nicht ein zweites Mal umgedreht, um den abzusichern. Wenn da jetzt einer gekommen wäre …“. Danach hörte ich erstmal nichts mehr. Er redete und redete und ich dachte: das kann doch nicht sein, wenn der mich jetzt durchfallen lässt. Da war doch nichts. Ich hab doch geschaut. Ich bin doch super vorsichtig gefahren.“ Irgendwann kapierte ich aber was er meinte und ich verstand auch, dass es wichtig ist, dass man nicht nur vor dem Abbiegevorgang, sondern auch während des Vorgangs sich nochmal vergewissert, dass da von links nichts kommt. Könnte ja ein Mofa daher rauschen und bums, ists passiert. Trotzdem redete er weiter und ich dachte nur, er wird doch nicht…

Nach einer ziemlich langen Predigt über das „zweimal nach links umsehen“, meinte er endlich: „… Aber ich habe gesehen, dass sie Motorrad fahren können und da müssen sie eben noch sehr aufpassen. Sie haben B E S T A N D E N !!


Dann gab es da aber noch ein kleines Problem und der Prüfer meinte, sein Kollege hätte die Führerscheine und ich müsste jetzt nochmal fahren. Nur bis zum Übungsgelände. Da dachte ich mir: Das ist meine Chance, dann zeige ich ihm jetzt gleichmal wie toll ich mich in alle Richtungen umschauen kann. Wir fuhren wohl den kürzesten Weg über eine kaputte Straße, dann ein paar Zick-Zack-Kurven und ich fand die Strecke sehr extrem. Beim Bahnübergang hielt ich sogar an, weil ich so schlecht den Übergang einsehen konnte, um mich zu vergewissern, dass nichts kommt. Und so weiter. Schließlich kamen wir dort an und er gab mir meinen Führerschein, der nun die Erweiterung um ein „A“ besitzt.

Das wars also. Die Ferienfahrschule, in der man/frau wirklich bestens betreut, den Führerschein für das Motorrad, unabhängig vom Alter auf jeden Fall schaffen kann. Ich bin wirklich kein Prüfungstyp und auch kein Naturtalent, aber ich habs trotzdem geschafft. Und ich meine, ich kann gut fahren. Klar, dauert das nun ein paar Jahre, bis ich das wirklich behaupten kann, aber fürs erste, habe ich das geschafft, was ich mir letzten Freitag noch überhaupt nicht vorstellen konnte. Und im übrigen: hier habe ich die Maschine kein einziges Mal hingelegt oder umgeworfen. Und sowas kommt mir auch nicht mehr in den Sinn.  Aber wenn auch. Hier gab es einige Fahrschüler, die das in den ersten Tagen gemacht haben und trotzdem den Führerschein geschafft haben. Da sag ich nur: ein Schüler ist immer so gut wie sein Lehrer! An dieser Stelle daher noch mal ein ausdrückliches Lob und Dankeschön an meinen Fahrlehrer:

Danke Detlef!

Alle Infos zu der Fahrschule und weitere Fotos gibt es auf der Webseite der Bikers school

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