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Entschädigungsansprüche für Passagiere
April 25th, 2009 by DieDiplomandin

Entschädigung bei Verspätung

Entschädigung bei Verspätung

Jeder, der regelmäßig oder häufiger mit der Bahn unterwegs ist, hat sich sicherlich schon Mal über Verspätungen geärgert. Eine gewisse Verspätung sollte daher bei der Planung einer Bahnfahrt einkalkuliert werden.

Ein kleines Beispiel ist dieses, als ich geschäftlich von Karlsruhe nach Budapest reisen mußte und mein Kollege vorschlug, die Reise mit dem Zug zu unternehmen. Es sollte eine nette Fahrt mit Bahnflair werden, außerdem sollte so die Nacht als Anreise genutzt werden. Wir sind also mit dem superschnellen TGV von Karlsruhe abends um 19:00Uhr nach Stuttgart gestartet, wo wir den Anschlußzug nach München nehmen wollten, um dort dann den Nachtzug um 0:30 Uhr direkt nach Budapest zu nehmen. Als der Anschlußzug in Stuttgart jedoch bereits 10 Minuten Verspätung hatte, konnte wir uns sofort ausrechnen, dass wir den Nachtzug ab München nicht mehr erreichen würden. Die Bahn bot uns zwar an, die Übernachtung in München zu übernehmen, doch hätte der Arbeitgeber einen ganzen Tag in München sicherlich nicht gern gesehen, so dass wir dann mit dem nächsten Zug wieder nach Karlsruhe zurückgefahren sind, um die Fahrt am nächsten Abend nochmals von vorne zu starten. Generell würde ich heute sicherlich nicht mehr mit dem Zug nach Budapest reisen. Da nehme ich dann lieber die Filzerei auf dem Flughafen in Kauf. Dennoch gehts manchmal eben nur mit dem Zug. Und heute wurde nun endlich mittels Beschluß durch den Bundestag gesetzlich festgesetzt, dass die Deutsche Bahn dem Fahrgast mehr Rechte einräumen muß. Juhee.  Vielleicht tut das der Bahn bald so weh, dass sie sich doch wieder mehr auf ihre Fahrpläne besinnt.

 


Die wichtigsten Regelungen des Fahrgastrechtegesetzes auf einen Blick:

  1. Erstattung von 25 % des Fahrpreises bei einer Verspätung ab 60 Minuten
  2. Erstattung von 50 % des Fahrpreises bei einer Verspätung ab 120 Minuten. 
  3. Im Nahverkehr dürfen Bahnreisende einen anderen, auch höher­wertigen Zug nutzen, wenn eine Zugverspä­tung des ursprünglich gewählten Zuges von 20 Minuten droht. Erreichen sie nachts wegen Verspätung oder Ausfall des Nahverkehrszuges ihr Ziel nicht mehr, haben Reisende Anspruch auf Erstattung von Taxikosten bis zu 80 Euro.
  4. Das Gesetz regelt auch die außergerichtliche Schlichtung im Falle von Streitigkeiten zwischen Fahrgästen und Verkehrsunternehmen.

Ist also ein erster Zug nur fünf Minuten verspätet und kommt ein Bahnkunde durch einen dann verpassten Anschlusszug über eine Stunde später am Zielort an, erhält er eine Entschädigung. Der Anspruch besteht jedoch erst ab einem Fahrpreis von 16 Euro und der Erstattungsbetrag muss auf Wunsch in bar ausgezahlt werden.

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